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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
184
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Gut iF.

genschaften der Erkenntniß, wo»durch sie Ge-oißkeit bekommt. V.Gründlich ist eine Erkenntniß,wem, sie auf solche« Gründenberuhet die jedermannzngcbenmuß. Und sof rn sic aus gewis-se» G üu^en durch richtmeSchlüffeheraeleiter, also mit diesen Grün-den fst Verbund« ist, heißtsie bündig. Es kann demnach«in System kehr bündig scyn,das doch nicht gründlich ist,wenn »-imlich sein? Behauptun-gen, zwar durch lauter richtigeSch'üste, «her aus solchen Grün-den hergeleitet werden, die zwei-felst akk sind, oder auch woh! garnicht Srarr finden. Bündigist das kr mde consequent.

Gur Wohl. ü. Durch beydeA -sorücke wird einer Sache Voll-kommenheit beygelegt. V. Gutheißt alles, was Vollkommenheithat oder wirkt; es mag nun dieseVollkommenheit mit Vergnüge»empfunden werden oder nicht.Wohl ist aber nicht zugleich enA jcctivum, wie Gut, sondernbloß ein Adverbium; und wirdnur von demjenigen gesagt, deranaenebme Empfindungen hat,und von den Handlungen, diedergleichen wirken. Ein guterRoman hat die Eigenschaften, diezur Vollkommenheit eines Ro-mans gehören. Eine gute Arz-nei) wirkt Verbesserung der Ge-sundheit, und sie thut uns wobl,wenn sie unsere Schmerzen lindert,«der uns das angenehme Gefühlder Gesundheit wiedergibt. Manbefindet sich wohl in der Gesell-

Gut

schaft eines Menschen, wenn ergntist, d. i. wenn er-die iibchi-geuVollkommcnhcitenbat. Wennihm wohl ist, würde heißen:wenn er ein angenehmes Gefühlseines Zustandes hat. Wo vonkeiner Empfindung die R?o, sev»kann, da kann auch nur Tut,aber nicht Wohl gebraucht wer-den. Lin Haus kann gut, aberes kann ihm nicht wohl scyn.

! ut. Gütig, ü. Wer die Voll-kommenheit Anderer befördert-V- Gut hat zwar an sich selbsteinen viel weiter» Begriff (S.d.vor. Art ), aber eS ist mit Gütignur sinnverwandt, sofern es vondemjenigen gesagt wird, der dieVollkommenheit Anderer, durchBeobachtung seiner Wichte» gegensic, zu befördern sucht. Eiu gu-ter Vater erfüllt alle seine Pflich-ten gegen seine Kinder, und sorgtdadurch für das Beste derselben,so viel er kann. Gütig istderjenige, der geneigt ist, Andernwohl zu thun, also das zu rhu»,was ihnen angenehm ist. LcrGute sucht aber nicht allein An-dern Vergnügen zu machen, son-dern überhaupt ihre Vollkommen-heit zu befördern. Das kann aberbisweilen auch durch etwas ge-schehen, das ihnen unangenehmist. Der gute Vater ist auchbisweilen strenge, zum großenMißvergnügen der Kinder. Mankann daher auch zu gütig, abernicht zu gut seyn. DogGut^ist Güte, von Gütigaber Gütigkeit gemacht.

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