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kalb den Unterschied zwischenGleichheit in Absicht auf Grö-ße, und Gleichheit in Absicht aufBeschaffenheit bemerken. Alsman daher anfieng, die Spracheimmer bestimmter zu mache», sosagte man ähnlich, um dieÜbereinstimmung der Beschaffen-heiten anzuzeigen, und gebrauch-te gleich mehr für die Überein-stimmung in Absicht auf Größe. —Dies ist auch der Unterschied, dendie wissenschaftliche Sprache jetztbeobachtet. Sie nennt Dingegleich, sofern sie"einerley Grö-ße, und ähnlich, sofern sieeinerlev Beschaffenheit haben.
Gleichbedeutend. Sinn-verwandt. ü. So werdenAusdrücke genannt, deren Bedeu-tungen nicht merklich verschiedensind. D. Gleichbedeutendaber sind Ausdrücke, wenn ihreBedeutungen gar nicht verschiedensind. Denn Gleich heißt das,was gar nicht verschieden ist. (S.d. vor. Art.) Sinnverwandtsind Ausdrücke alsdann, wennihre Bedeutungen zwar so ähnlichsind, daß es eine genauere Zer-gliederung der Begriffe erfordert,ihren Unterschied deutlich anzu-geben, wenn aber doch ein Un-terschied'dazwischen vorhanden ist.Dicstr Begriff wird durch Sinn-verwandt sehr genau bezeich-net. Denn auch die nächstenVerwandten, die einander auchnoch so ähnlich sind, sind dochimmer noch von einander ver-schieden.
Gleichförmig. Einförmig,ü. Prädicate, welche Dingen insofern zukommen, als ibre FormntLt verschieden ist. V- Ein-
förmig schließt all« Verschieden-heit in der Form aus; denn eszeigt an, daß nur eine Form vor-handen sey. Gleichförmigdeutet auf mehrere Formen, dienur g lei ch sind. Man kann daherDinge schon gleichförmig nen-nen, wenn ihre Formen nur ineinigen Stücken nicht verschiede»sind. In einer einförmig ge»baueten Stadt haben alle Häusereinerlei) Höhe, Brette und Ge-stalt. Wenn aber aveHäusernurvon einerlei) Bauart sind, so istdie Stadt gleichförmig, abernicht einförmig gcbam.
Gleichgültig. Gleichgel«rend. ü. Bcydcs sind Dinge,die in Beziehung auf etwas einer»ley Werth haben. V. Gleich«geltend druckt aus, daß Dingein der Lhat einerlev Werth ha-ben. Pey G leich gü ltig wirdgedacht, daß sie von solcher Be-schaffenheit scycn, daß sie keine»verschiedenen Werth habe» kön-nen. Es ist dem Hungrige»gleichgeltend» ob man ibmeine gute Speise in einer zinner-nen oder irdenen Schüssel »er-setzt. Denn das bat für ihn ei-nerlei) Werth. Wenn man esgleichgültig nennt, so willmak> sagen: beydes sey von derBeschaffenheit, daß es keine»schiedeneu Werth habe» könne.—Daher nennt man auch eine Hand-lung moralisch gleichgültig,wenn sie so beschaffen ist, daß dasThun und Lassen derselbe» keinenverschiedene» moralischen Werthhaben kann — Durch eine gr-wöhnliche Metonymie wird den»auch der Meusch gleichgültiggenannt, sofern in Beziehungans