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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Gew

Dinge überwindet, Gewalt.Den» Gewalt stamme ab vanWalten, regiere». Daher bates den Nebendegriff der Herr*schaft, oder überhaupt, des über,gewichts über andre Dinge, wo»durch der Widerstand, den dieseetwa leisten wollen, überwältigtwird. In einem wohl eingerich»tete» Staate muß der Regent ei»ne große Macht haben, damiter die Gesetze durchgängig ans«führen und die Widerspenstigenmit Gewalt zur -Ordnung brin-gen kblnie. Die Macht hat erimmer, wenn sich auch niemandihm widersetzt. Gewalt brauchter nur alsdann, wenn ein Wider-stand zu überwinden ist. Vey-de Wärter werden dann auch inmoralischer Bedeutung genom-men , wo sie rechtliche Vermögen,d. i. Reckte bezeichnen- Machtist ein Recht, etwas zu thun, so-fern es an sich selbst betrachtetwird. Gewalt ist ein Recht,etwas zu thun und jeden Wider-stand abzuwehren. Ein Monarchhat die Macht und Gewalt,Gesetze zu geben. DaS erste willbloß sagen: daß er das Recht ha-be, Gesetze zu geben. Das anderedeutet an, daß er das Rechthabe, Gesetze zu geben und jedeWidersetzlichkeit dagegen zu un-terdrücke». Wenn man Ge-walt und Recht entgegensetzt,z. V. wenn man sagt: cs ergeheGewalt für Recht, so ist nurvon Gewalt in der ersten Be-deutung die Rede, wonach sieein bloß physisches Vermögen ist.

Gewinn. Vortheil. ü. Et-was wodurch jemandes Güter ver-mehrt werden. D. Beyde Wör-

Gez

ter unterscheiden sich hauptsächlichdadurch, daß man nur dasjenigeeinen Gewinn »onnt, wodurchjemandes Güter wirklich vermehrtwerden, ein Vortbeil aberauch etwas ley» kann, wodurchdiese Vermehrung der Güter bloßmöglich gemacht, oder wodurchauch nur eine Verminderung der-selben verhütet wird. Es ist einVorthcil für de» Lbomberspie-ler, wenn er die Vorhand hat,aber noch kein Gewinn. Crkann Labey immer noch verlieren.Wer sein Geld vorsichtiger ver-borgt, als Andre, der hat denVortheil, daß er wemger be-trogen wird. Hier kömmt zu sei-nen Gütern nichts hinzu, nnd eikann also von keinem Gewinndie Rede seyn. Der Vorthelilbesteht bloß darin, daß seine Gü-ter nicht vermindert werden-Außerdem hat Vortheil ver-möge seiner Ableitung, den Ne-benbegriff, daß es etwas bezeich-net, was einem Dinge vor an-dern zu Theil wird. BeimLhomber die Vorhand zu haben,ist ein Vortheil, da es etwasist, was der eine Svieler vor denandern voraus hat.

Sich Geziemen. Sich Schi-cken. Sich Gebühre», ü.Diese Wörter ssiwrdcn von bcmgebraucht, was so beschaffen ist,wie es etwas Anderm angemes-sen ist, V- Sich Schicken be-zeichnet diesen Begriff allgemein( s. Anständig re.), und wird so-wohl von Sachen, als auch von -Personen und ihren fiepen Hand-lungen gesagt. Au der Harmo-nika schickt sich keine Trvmpcie,und in einer gesitteten Gesellschaftschickt

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