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doch in Gesellschaft ein Betragenbeobachte», wodurch er uicman-dem anstößig, beleidigend o-erunangenehm wird/ uud kann alsosehr gesittet styn. — DasGesittete begreift das Sitt-same mit in sich. Denn Sitt-sam bezeichnet den Ton vonMäßigung in Handlungen undReden, der ein Zeichen vonHerrschaft über seine sinnlichenBegierden ist, und im gesellschaft-lichen Leben so angenehm macht,besonders aber an dem weiblichenGeschlechte nicht vermißt werdendarf. (S. Anständig. Sittsam »c.)
Gestade. Lüste. Reede.Strand- Ufer, sj-Der Randdes Landes, an einem Gewässer.V. Ufer ist die allgemeinste Be-nennung. Sowohl dem Welt-meere, als auch dem kleinsten Ba-che werden Ufer bcygelegt. —Gestade, welches von Stehe»herkdmmt, ist ein Theil einesUfers, wo Schiffe stehen undlanden kbnuen. Es kan» alsonur bey großer» Gewässern stattfinden, und wird eigentlich nurvon den Ufern des Meeres ge-braucht; außer in der poetischenSprache, da dieses Wort wegendes Nebegriffs der Erbße im ho-her» Grade edel ist. — Strandkommt wahrscheinlich her vonRand, dem das St zur Ver-stärkung vorgesetztist (wie Stre-cken von Recke»), und bedeu-tet ein flaches Ufer. Daher wirdes auch von flachen Stellen im
Untiefe getrieben wird, wo csSchiffbruch leidet, oder sitzenbleibt, — Reede ist ein M«e-
resnfer wobey sich in einiger Ent-fernung eine Gegend des MeereSbefindet, die nicht sehr tief ist,uud wo die Schiffe sicher vorStürmen vor Anker liegen kön-nen. Anch wird diese Meeresqe-gcnd selbst Reede genannt- DieSchiffe liegen auf der Reede. —Küste (vom lateinischen Olta)ist das Land, das sich an einemMeere hur erstreckt, soweit esauf dem Meere sichtbar ist. Die-ses Wort bezeichnet also nicht,wie Ufer, den bloßen Rand desLandes. Auf der Küste einesMeeres können Städte, Dörfer,Wiesen, Kornfelder seyn; ausdem U fer aber nicht.
Derränk. Trank. Trunk.Ü- Was getrunken wird. V.Getränk ist alles, was getrun-ken wird, den Durst zu stillen,oder des Wohlgeschmacks wegen;als Wasser, Wein u. d. gl. —Ein Trank ist eine trinkbareArzncy, sie mag nutzen oder scha-den sollen. Denn man sagt auch:ein Gifttra n k- Man rechnetaber die trinkbaren Arzneycn nichtzu den Getränken, weil sienicht getrunken werden, deSWohlgeschmacks wegen, oder denDurst zu stillen. — Ein Trunkist das, was man in einem Zugetrinkt. Man reicht jemandem ei-nen Trunk Bier, wenn mairihm so viel giebt, als er auf ein-mal trinken kann- Sin ganzesFaß voll aber wird nicht eiirTrunk Bier genannt.
Macht, si. Ein grö-ßeres Vermögen, etwas zu wir-ken. V- Dieses Vermögen airsich selbst beißt Macht; und,sofern es den Widerstand andrerDin-
Waffer gebraucht. Ein Schiff Gewalt,strandet, wenn cs auf eine