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schmerzhaften Operation > abergern thun wir cs nicht.Gerückt. Sage. Ueberlre-fernng. ü. Was von mehrernMenschen nachgesagt wird , ohnedaß mau den Urheber davon weiß.V> Gerücht kommt von Ru-fen her, durch die nicht unge-wöhnliche Verwandlung des Blase-lauts in «inen Gurgellaut. Esbedeutet daher etwas, was geru-fen und also von mehrern zugleichGehört wird, die aber unter derMenge den Rufenden nicht unter-scheiden können. Gerücht un-terscheidet sich daher von Heu bey-dcn andern Wörtern dadurch, daßes etwas bedeutet, was untermehrern Personen zugleich Stattfindet. — Eine Sage hingegenund eine Überlieferung ist auf diePersonen, unter welchen sie ver-breitet ist, von andern, vielleichtschon von vielen Generationönher, übergegangcn. Eine Sageist bloß m ündlich fortgepflanzt,eine Überlieferung kann auchdnrch Schriften fortgepflanzt syn.Ausserdem ist der Inhalt einerSage immer eine Begebenheit;der Inhalt einer Überlieferung(trallirio) kann auch aus Lehrenund Vorschriften bestehen. Durchdieses letzte Merkmal unterscheidetsich Überlieferung auch von Ge-rücht, das ebenfalls immer eineBegebenheit zum Gegenstände hat.
Gesang. Lied. Arie. La,vat«. Arioso. Psalm, ü-Ein Gedicht, das gesungen wird.V. Gesang bezeichnet diesenBegriff allgemein. Denn es be,deutet überhaupt alles, was ge-sungen wird; so wie mau auchüberhaupt alle Gedichte Gesan,
ge und einen Dichter einen Sin«g'e r nennt, weil ursprünglichalle Geoichie gesungen wurden.—Ein Lied ist ein li,risches Ge-^ dicht,- das in mehrere Theile(Strophen) getheilt ist, die nacheinerlei) Melodie gesungen wer»den. Das Wort ist verwandt mitdem alten französischen li-sy, womitman alle Gedichte bezeichnet», diegesungen wurden In dieser wer,kern Bedeutung kann jeder Ge-sang ein Lied heißen, da manselbst von den Vögeln sagt: siesingen ihre Lledar. — EureArie ist nicht in Strophen abge-the>lt, wie das Lied, und un-terscheidet sich außerdem dadurch,daß die Hauptgedanken, die steenthalt, und die damit vergesell,schäfteten Empfindungen durchdie Musik auSgemahlt und in ih-ren natürlichen Ausdrücken ans,sührlicher dargcstellt werden. —Die Cavate unterscheidet sichvon der Arie bloß dadurch, daßsic nur einen Hauptgedanke», dieArie dagegen zwei Hauptgedan-ken enthält, wovon der erste nachdem zweyten noch einmal wieder-holt wird. D-e Arie bat ein DaPepo, die Cavate nicht« —Das Arioso hat zwar durch-gängig bestimmten musicalische»Rhythmus, oderrLakt, wie dieArie und Cavate, und unter-scheidet sich dadurch von dem blo-ßen Recitative; aber di«Gedanken und Empfindungen wer-den durch die Musik nickt auS-gcmahlt, sondern so kurz vorge-tragen wie in dem Recitative. —Psalme find eigentlich die he-bräischen lyrischen Gesänge, Daaber diese Gesänge ein.n religiö-sen
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