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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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thig rc.). Gnädig büßtderjenige, der einem Geringer»Liebe erweiset und zwat durch ganzunverdiente und solche Wohl-thaten, die dieser weder fordernoch enviedern kann. Alle Güterdie wir von Gott erhalte», sindBeweise seiner Gnade. Dennwir haben kein Recht auf dieseWoblthaten, und könne» sie nichterwicdern.

Genie Talent, ü- Eia hoherGrad von Vollkommenheit desErkenntnißvermogens. V. i)dasGenie ist angeboren; Talentekönnen erworben seyn. (S. Ga-ben w,) Dieser Nebcnbegriff be»ruhet auf der ursprünglichen Ve»deutnng des Wortes Genic-Deun ursprünglich stellte mau sichvor, daß einem Menschen vonhbbern Erkenntnißkraften seineIdeen von einem hoher» Wesen,von einem Genius cingcgebenwerden, und daß sie also ohnesein Zittkun entstehen. Das G e-n i e besteht also aus Anlagen undNaturgaben, wodurch das Er-kenntnißvermögcn einen hohenGrad von Vollkommenheit be,kommt (S- Anlagen w.). 2) G c,nie ist dir höhere Vollkommen,heit des Ekkeuntnißvermögens imGanzen genommen; Talentesind die einzelnen ausgezeichnetenFertigkeiten des Erkenntnißvor,mögcns. Man legt einem Men-schen wohl mehrere Talentebe»; niemals aber mehrere Ge,nies, obgleich bisweilen Geniezu mebrerley Werken (zur Dicht-kunst, zur Tonkunst rc.).

Gepolter. Geprassel. Ge,rassel. Geräusch. Getöse.Vekummel. ü. Ei» verworre-

renes Gemisch starker Laute. D-Getöse kömmt her von dem al-ten Voss, welches einen jeden star-ken Laut oder Schall bedeutete,und bezeichnet daher jeden verwor-renen Inbegriff starker Schalle,sie mögen verursacht werden wo-durch sie wollen. Geräuschstammt ab von Rauschen, wel-ches eigentlich von dem Schalledes brwegten Wassers gebrauchtwird. Es bedeutet daher über-haupt eine solche Folge von Lau-ten, die dem Rauschen des Was-sers ähulich ist; und ist daher auchnicht immer so stark als ein Ge-töse. Man redet von dem leise»Geräusche der sanft bewegtenBlätter der Baume, aber nichtvon einem leisen Getöse.Getümmel kömmt her vonTummeln, sich eilfertig u»dunordentlich bewegen- Es bezeich-net daher nur ein solches Ge-räusch und Getöse, was durcheine Menge unordentlich bewegterMenschen oder Thicre ver-ursacht wird. Gepolterbezeichnet ein Gemisch solcherSchalle, welche durch fallendefeste Körper verursacht werden-Geprassel ist das Gemisch vonLauten» welches entsteht, wenndie Theile eines feste» Körper-gewaltsam getrennt werden Wennder Balken bricht, der die Deckeeines Zimmers tragt, so werde»die fallende» Theile der Decke ei»Gepolter, und der brechendeWalken ein Geprassel ver«r,fachen. Gerassel nenntman insonderheit das Geräuschoder Getöse, was durch zulam«wcnschlagendes Eisenwerk, alsKette», oder durch die Näder ei-nes