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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Gen

geben» daß feindliche Truppenmeine Aecker verwüsten, weil ichder Gewalt nickt widerstehen kan»;und gebe zu, daß mein Nachbaraus meinem Brunnen Wasser holt,wenn cs mir gleich nuangenchmist, weil die Pflicht der Gefällig-keit mich dazu nölhigt. Wenn ermir aber sein Recht dazu bewiesenha., so muß ick es ihm zugcste-hen. Wenn wir etwas be-willigen oder darin ei »wil-ligen, so erklären wir, daß wirselbst es wollen, und nicht bloß,daß wir es nicht hindern werde».Dadurch unterscheiden sich dieseAusdrücke hinlänglich von Zuge-Len und Zngestehen, welcheletzter» lediglich auf das Unter-lassen der Verhinderung hinderntcn. Von Genehmigenunterscheiden sic sich i) dadurch,daß sie nur auf etwas gehe», waserst geschehen soll, wogegen auchdas, was bereits geschehe» ist,genehmigt werde»kann. Mankann sagen: ich genehmige es,daß du so gebandelt hast; aber«icht: ich bewillige oder

willige ein, daß d» so gehan-delt hast; r) dadurch daß wirnur das genehmigen, wascm Anderer gctkan hat, ihntoder thun will; Bewilligenund Ein Willi gen aber auchvon dem sagen, was wir selbstthun, leiden oder geben wollen.Der König genehmigt dieWahl eines Beamten und b e«willjgtihm eine Gehaltszulage.Einwilligen unterscheidet sichvon Bewilligen dadurch, daßes auf eine Vereinigung des Wil-lens Mehrerer hinweiset« Wer er-klärt: er wolle, daß das geschehe,

Gen

was ein Anderer will, der wil-ligt ein.

Geneigt. Gewogen. Gün,stig. Hold. Gnädig, g.Wer Liebe zu einem Andern Hai,und also das Wohl desselben be,gehrt. V. Geneigtist uns je-der, der Liebe zu «ns hat; er maghoher oder niedriger, oder unsgleich scyn, und mag seine Liebeaussern, auf welche Art er will.Das Wort ist hcrgenommen vonräumlichen Dingen; z,V, geradenLinien- Diese nähern sich einan-der, wenn sie gegen einander ge-neigt sind, und darin liegt derUcbergang zu dem uncigentliche»Gebrauche des Wortes. Den»dem, was mau liebt, sucht mansich zu nähern. Günstig istlins derjenige, der uns nicht blcßgeneigt ist, sonder» auch unserWohl darum begehrt, weil erm-theilt, daß wir cs verdienen.Diese» Ncbenbegriff hat Gun-stig von Gönnen, wovon esabstammt (S-Gouiren w.). DerGönner sucht das Glück seinesGünstlingS zu befördern, «eiler denselben dessen vorzüglich werlhhält. Gewogenheit, wel-ch cs mit Wagen verwandt ist,bcdeulet LieL ebe vorzüglich wich-tiger Personen. Wir sagen da-her besonders von einem Höher»,der vielen Einfluß aus miS habenkann, daß er uns gewogen sey,weun er uns liebt. Hold istuns derjenige, dessen Liebe zu unsin der schönen Gestalt freundlicher,sanfter Güte erscheint, die allerHerzen gewinnt und innige 8«'gcnlicbe erregt. Denn Hold istauch mitAnmuthig und R e i-zend sinnverwandt (S. Anmu-thig >c.)