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beit vereinigt waren, so erhieltdas Wort davon die angegebeneBedeutung. Jetzt wird es nurnoch von Handwerkern gebraucht,die bey einem Meister arbeiten,mid selbst noch keine Meister, aberauch keine Lehrbursche mehr sind.
Das Gefallen. Das Belieben,ü. Das, was aus einer Vorstel-lung entsteht, sofern darin etwasals gut vorgestellt wird. V. G e«fallen bezeichnet das Vergnügenan dem Gegenstände einer solchenVorstellung, Belieben hinge-gen das Begekren desselben, dasaus dieser Vorstellung entsteht.Daher steht das in meinemBelieben, was ick thun oderunterlaßen kann, je nachdem ichselbst es mir als gut oder alsnicht gut vorsteile. Gefallenkann mir ein Gegenstand, ohnedaß ich ihn begehre, oder auchnur vernünftiger Weise begehre»kann, z. B. ein königlicher Pallast.
Gefangen. Verhaftet, si.Wer feiner äußern Freiheit be-raubt ist. V. Gefangcn wei-set bloß auf.den Nebenbegriff deräußern Gewalt, die den Gefan-genen hindert, srey zu geben,wohin er will. Hingegen Ver-haftet deutet auf einen Neben-begrisf der Verbindlichkeit desVerhafteten, da Verhaf-tet auch überhaupt von demjeni-gen gesagt wird, der eine Ver-bindlichkeit gegen einen Andernhat. Er ist mir mit seinem gan-zen Vermöge» dafür verhaf-tet. — So kann jemand voneiner Räuberbande gefangengehalten, aber nicht in Verhaftgenommen werden, weil er keineVerbindlichkeit hat, es zu leiden. —
Ätenn also jemand zwar seineräußern Freyheit beraubt wird, aberso, vaß wenig oder gar keineäußere Gewalt dabcy gebrauchtwird, z. B. wenn ein Officier inseinem Hause Arrest hat» so kanndas nur Verhaft aber nichtGefangenschaft genannt wer-den.
Gefänguiß. Lerker. ü. EinOrr, wo jemand gefangen gehal-ten wird. D. Gefängniß hatweiter keinen Nebenbegriff, undkann daher auch ein mit allen Be-quemlichkeiten versehener Ortscyn, wie z. V. die Gefäng-nisse vornehmer Staatsgefange-nen gewöhnlich sind. Kerker(von dem lateinischen carcer) istein enges Gefängniß, worinder Gefangene nicht bloß seinerFreyheit, soydern auch der Be-quemlichkeiten und Annehmlich,ksiten des Lebens beraubt ist undvielleicht unter derErde, inSchmutzund HiWosigkeit, des Anblicks derSonne und des Umgangs mitMenschen entbehrt.
Gegen. wider. si. DieseWörter werden in ihrer eigentli-chen Bedeutung von Dingen ge-sagt, die, oder deren Bewegun-gen, solche Richtungen habe», daßdie eine nach eben der Seite hin-gehet, von welcher die andre her-kömmt. V. Gegen beziehet sichaber bloß auf diese Richtung.Wider bezeichnet außerdem noch:daß die Dinge auf einander zuwirken und einäuder zu hindernstreben. Daher kann i) Gegenauch von Dingen gesagt werden,die in Ruhe sind, Wider abernicht. Die Thurmsahne stehetgegen Mittag, aber nicht wi-L der