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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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dem Zunchmen einer Kraft ge-sagt. Denn Deyhen hieß ur-sprünglich: stark sev», valera,wie noch das verwandte niederdeut-sch'^ Noxen, taugen, anzeigt.Wachten unterscheidet sich du chden Ncbenbegriff des Stätigen.Es bezeichnet ein statiges Jurnehmen, und wird daherinsou-terheit von solchen Dingen gesagt,deren Junchmen durch ein innerres, stakig wirkendes Princip errzeugt wird, wie z. B, von denPflanzen. Die Baume, dieich in meinem Garten gepflanzthabe, wollten erst gar nicht gerLeihen (zu Kräften kommen).Da ich nun abersehe, daß siedoch gut darin wachsen, sowill ich mehrere anpflanzen, undihre Anzahl soll j» Kurzem sehrzun. h m e n.

Geduldig. Gelassen. u.Wer übel mit Mäßigung leidet.4Z. Gelassen gehet auf dieMäßlguuS der Unlust, die daSübel erregt; und Geduldig aufdie Maßiqung der Begierde nachdem Aufhbren res Übels. Wersein Gemütd Lurch ein übel nichtin zu heftige Bewegung setzenläßt und keine zu starke Unlustüber dasselbe aussert, der bleibtgelassen. Und wer das EndedeS Übels ruhig abwartet, undkein zu heftiaes Bestreben, dassel-be zu endige», äußert, der trägteS geduldig. Die Gelassen-heitist eiue Quelle derGedul d.Denn, wer die Unlust über einübel nicht zu stark empfindet, derwird auch das Aufhörcn desftlrden nicht zu heftig begehren.Außerdem aber wird Gelassenauch von der Mäßigung der Lust

über etwas Gutes gebraucht.Demjenigen, der sich den lanie«Ausbrüchen einer ausschweifendenFreude überläßt, rufen wir zu:Nur gelassen! Endlich un,tencheidcn sich Gelasse» undGeduldig auch dadurch, daßsich das letztere nur aus gegen«- wärtige., das. erstere aber auchauf bevorstehende übel bezieht.Denn das Aufhören eines Übelskann nur begehrt werden» wenndasselbe schon da ist. Wir blei-ben gelassen, wenn wir dieFurcht vor ein-r Gefahr mäßigen.Hier kann nicht geduldig ge-sagt werden.

Gewährten. Gesellen. Ge-nossen. Gespielen, h.Personen, die gemeinschaftlichworan Tbeil nehmen. V. Ge-fährten (von Fahren) sindeigentlich Personen, die mit ein-ander reisen Genossensind solche, die mit einander et-was gen eßen, als: Tischge-nossen. Gespielen wur-de eigentlich bloß Personen an»zeigen, die miteinander spiele».Allein da es aus das schöne Alterder ersten Jugend hiuweiset, sohat cs dadurchuioch eine Farbevon Aiimuth unoLieblichkcit, wo-durch cs für den Dichter sehrbrauchbar ist. Gesellensind Personen, die an einer Ar-beit Theil nehme». Man leitetdas Wort ab von Sellen, ver-sammeln, und dieics wieder vonSal, Haus. Danach würde csdünn diejenigen bereutet Haren,L e zu Einem Hause gehören. Weilaber diele Personen, in den Zei-ten der rohen und einfachen Sit-ten, durch gemeinschaftliche Ar<