Geb iZA
ters wechseln. Aus diesem Grun-de kann auch eine beharrliche Ge-wohnheit, z. B. die unveränder-liche Art sich zu bekleiden bey denMorgenländern, keine Modegenannt werden.
Gebräuchlich. Gewöhnlichliblich. Gemein, ü Washäufig ist oder geschieht.. V. Ge-wöhn l i ch unterscheidet sich vonGebräuchlich und üblich da-durch, daß cs nickt, wie diese,auf sreneHandlungcn eingeschränktist, sondern auch von andern Din-gen gesagt wird. Um die Zeitder Nachtgleichen herrschen ge-wöhnlich Sturme. Man kannaber nicht sagen, daß dies ge-bräuchlich oder üblich scy, —üblich wird bloß von der freienHandlung gesagt, welche geübtwird, d. i häufig geschieht; Ge-bräuchlich sagt man auch von.der Sache, die gebraucht wird.
Es ist gebräuchlich, rundeHüte zu tragen, und die rundenHüte selbst sind gevrauchIich.Dagegen kann man nickt sage»:die runden Hüte sind üblich,sonder» nur: es ist üblich wel-che zu tragen. — Gemein istdas, was nicht bloß bey den höher«,sondern auch bey den niedriger»Ständen gebräuchlich ist. Dennursprünalich bedeutet Gemeindas, was sich den mchrcru oderbey allen findet. Es ist sehr ge-mein geworden, Caffee zu trin-ken, weil es auch bey den nie-der» Ständen gebräuchlich ge-worden ist. — In dem engemSinne bezeichnet daher Gemeinauch dasjenige, was dem niedri-ger» Stande ausschlicßeud auge-dört. Man sagt.: Gemeine
Ged
Leute im Gegensatz gegen die Vor-nehmen; und bey den Soldaten:die Gemeinen, im Gegensatzgegen die Osfieiere.
Geck. Thor. Narr, ü-Der-jenige, dessen Betragen Mangelam Verstände verrät,). V. EinGeck (welches Wort von domGakken der Gans, oder vonGacke, dem veralteten Namender Dohle, abgeleitet wird) kan»ein Thor, ein Narr und ein al-berner Mensch scyn. Das unter-scheidende Merkmal desselben istdie selbstgefällige Geschwätzigk,itund das verblendete Selbstver-trauen , womit er seine Narrhei-ten zur Sckau trägt, indem ersie in sc,n>n: Dünkel für schönhält, und sich Andern dadurchangenehm zu mach.n glaubt. Vonden übrigen Wörtern s. d. Art.Albern re.
Geck. Lasse. Ein eingebil-deter Narr. V. Lasse hat denNebenbegriss, daß es einen sol-chen Geck bezeichnet, der durchden höchsten Grad seiner Einbil-dung und Narrheit Verachtungund Unwillen erregt. — ImOberdeutschen bat es auch dieForm L'a p p, wovon Läppisch,was höchst albern und abgeschmacktist, abstamwt.
Gedeihen. Zunehnrenwachsen, ist. Können von Din-gen in sofern gesagt werde», alsihre Große vermehrt wird. B.Z unch »ien bezeichnet diesenBegriff ganz allgemein, die Din-ge, deren Größe vermehrt wird,wögen scyn, von welcher Art siewollen, und die Vergrößerungmag statig geschehen oder nicht,— Gedeihen wird nur vondem