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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
159
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Geb iZA

ters wechseln. Aus diesem Grun-de kann auch eine beharrliche Ge-wohnheit, z. B. die unveränder-liche Art sich zu bekleiden bey denMorgenländern, keine Modegenannt werden.

Gebräuchlich. Gewöhnlichliblich. Gemein, ü Washäufig ist oder geschieht.. V. Ge-wöhn l i ch unterscheidet sich vonGebräuchlich und üblich da-durch, daß cs nickt, wie diese,auf sreneHandlungcn eingeschränktist, sondern auch von andern Din-gen gesagt wird. Um die Zeitder Nachtgleichen herrschen ge-wöhnlich Sturme. Man kannaber nicht sagen, daß dies ge-bräuchlich oder üblich scy,üblich wird bloß von der freienHandlung gesagt, welche geübtwird, d. i häufig geschieht; Ge-bräuchlich sagt man auch von.der Sache, die gebraucht wird.

Es ist gebräuchlich, rundeHüte zu tragen, und die rundenHüte selbst sind gevrauchIich.Dagegen kann man nickt sage»:die runden Hüte sind üblich,sonder» nur: es ist üblich wel-che zu tragen. Gemein istdas, was nicht bloß bey den höher«,sondern auch bey den niedriger»Ständen gebräuchlich ist. Dennursprünalich bedeutet Gemeindas, was sich den mchrcru oderbey allen findet. Es ist sehr ge-mein geworden, Caffee zu trin-ken, weil es auch bey den nie-der» Ständen gebräuchlich ge-worden ist. In dem engemSinne bezeichnet daher Gemeinauch dasjenige, was dem niedri-ger» Stande ausschlicßeud auge-dört. Man sagt.: Gemeine

Ged

Leute im Gegensatz gegen die Vor-nehmen; und bey den Soldaten:die Gemeinen, im Gegensatzgegen die Osfieiere.

Geck. Thor. Narr, ü-Der-jenige, dessen Betragen Mangelam Verstände verrät,). V. EinGeck (welches Wort von domGakken der Gans, oder vonGacke, dem veralteten Namender Dohle, abgeleitet wird) kan»ein Thor, ein Narr und ein al-berner Mensch scyn. Das unter-scheidende Merkmal desselben istdie selbstgefällige Geschwätzigk,itund das verblendete Selbstver-trauen , womit er seine Narrhei-ten zur Sckau trägt, indem ersie in sc,n>n: Dünkel für schönhält, und sich Andern dadurchangenehm zu mach.n glaubt. Vonden übrigen Wörtern s. d. Art.Albern re.

Geck. Lasse. Ein eingebil-deter Narr. V. Lasse hat denNebenbegriss, daß es einen sol-chen Geck bezeichnet, der durchden höchsten Grad seiner Einbil-dung und Narrheit Verachtungund Unwillen erregt. ImOberdeutschen bat es auch dieForm L'a p p, wovon Läppisch,was höchst albern und abgeschmacktist, abstamwt.

Gedeihen. Zunehnrenwachsen, ist. Können von Din-gen in sofern gesagt werde», alsihre Große vermehrt wird. B.Z unch »ien bezeichnet diesenBegriff ganz allgemein, die Din-ge, deren Größe vermehrt wird,wögen scyn, von welcher Art siewollen, und die Vergrößerungmag statig geschehen oder nicht, Gedeihen wird nur vondem