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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
158
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Der König hat es -um Gesetzgemacht, daß jeder seine Kinderin -ic Sebu e schick n soll; und demMin ster geboten, es publici«ren zu lassen- Dieser har auchschon die noihiaen Befehle des«halb Zerlass«N- Da die Ge«setze des höchsten Qr «-Herrnvotbwendig allgemein desolat wer-den muffen; so bat das Wort da«du. .1« die allgemeinste Bedeutungerhalte», daß es überbauet solcheallgemeine Satze anzcigt, die vongewissen Dingen anssagen, wiesie nothwendig seyn muffen. Soredet ma» von Gesetzen desGeschmacks, von Gesetzen derdramatischen Gedichte u. s. f.Eine Verordnung ist eineWillenserklärung, wodurch einege-wiffezu beobachteiide-Ordnuiig vor«geschrieben wird Sie braucht abernicht allemahl von einem Höher»herzukommen. Denn auch z. V.der Arzt verordnet den Kran»ken etwas (S. Befehle» re.).Satzungen (ohne Iwestel dieÜbersetzung von dem lateinischenliaiuie) sind Willenserklärungen,welche sich von den vorhcrgehen«den dadurch unterscheiden, daßdadurch nicht bloß Pflichte», son-dern auch Rechte bestimmt wer-den. Ritterorden pflegen ihreSatzungen (st»ru» zu ba'wn,worin ihre Rechte und Pflichten,und die Rechte und Pflichten ihrerMitglieder festgesetzt sind.

Gebrauch. Sitte. Gewöhn«heir. Ms de. Cer emo nie.ü. Diese Wörter bezeichnen eineÜbereinstimmung unter freyenHandlungen. N. Gewohnheitdruckt'diesen Begriff ganz allge-mein aus. Sitte hat d«u Nee

benbegriff, daß sic auf einem Ur<thcile über Moralität, Anstän-digkeit, oder Sckickl chkeit beruhe.Ls ist Sitte bey uns, daß Heu«rathsantrage nur von Seiten desmännlichen Geschlechts acmattwerden, weil dies allgemein fürschicklich und anständig gebastenwird. Die s hv ansaebreitete ltz e«woh »heit, Toback zu raucken,kann eigentlich keme S>tte ge-nannt Werdau. Denn die Men-schen stimmen in dieser Handlungn cht darum überein, weil sie ur-tberlen, daß Moralitä', Anstän-digkeit oder Schick ichkeit diesel-ben erfordern Gebräuchesind Gewohnheiten, die man b-ygewiss n Geschäften zu belobanübereingekomm n ist. So badenz. V. die Handwerker gewisseGebräuche bey dem Losspre«chen der Lebrburschen. Cere-in onien sind solch« Gebräuche,wodurch gewisse Pflichten bezeich-net werden sollen. Die Buch-drucker haben bei) dem soa nann-ten Postulate allerlei) Gebräu-che, welche den Ausgenommeneiian die Pflichten seines neuen Stau«des erinn.rn und ihm dieselbenunter Sinnbilrcr» vor stellen sol-le». Diese Gebrauche sindalso C rcmouien. Mo-den sind Gewohnheiten, die manbloß beobachtet, weil man siefür augenehm halt oder glaubt,daß sie gefalle» Es war sonstunter dcnFrauenziwmernMode,R-isröcke zu tragen ; jetzt ist esMode, ganz dünn bekleidet zugehen. Es ist ei» wesentli-cher Charakter, wodurch sichModen von andern Gewohn-heiten unterscheide», daß siebstterS