Gak rz
sinnliche Verabscheuung erregt.D. Häßlich ist alle-- das, reffe»bloßes Anschauen Mißfallen er«regt, und also sinnlich verabscheutwird, da Las sinnliche Verab-scheuen sonst allgemein durch Has-sen ausgedruckt wurde. Es stehetalso das Häßliche dem Schö-nen entgegen, und wird eigent-lich nur von Gegenständen desGerichtes gesagt. — Garstig,welches von Gare und Gor,Mist, herzukommen scheint, ist <eigentlich das, was einen widri-gen Eindruck auf den Geruch o>crGckchmack macht. Da nun dieEmpfindungen dieser dunklernS>nne, besonders die ekelhaften,stärker sind als die d.ntlichern desGesichts; so ist Garstig einstärkerer Ausdruck als Häßlich.— Scheußlich ist noch stär-ker« Denn es bedeutet das, waseine so h-stige unangenehme Ge-müthsbewegung wirkt, daß manvor ihm znrückfliehk. Dies liegtin dem Scheuen, wovonScheußlich hcrkömmt. (S.Furcht re.) — Gräßlich istdas stärkste von diesen Wörtern, lund bezeichnet das, was den höch-sten Grad des sinnlichen Abscheueserregt. Denn theils kömmt es hervon Graß, welches sonst so vielals heftig bedeutete, theils hat esvon der Bedeutung des so ähnlichlautenden Wortes Grause»etwas angenommen. Dieses aberbezeichnet den Schauder der Haut,den Frost» oder heftige Furcht,oder heftiger Abscheu erregen.Danach ist dann Gräßlich das,dessen Anblick den heftigsten sinn-lichen Abscheu erregt, so, daßuns die Haut schaudert und die
Gast
Glieder erstarren. — Ein durchdie Pocken im hohe» Grade ent«stelltes Gesicht ist häßlich. Einübelriechender Athcm ist garstig.Die berüchtigten republikanischenHochzeiten in Frankreich warenscheußlich; jeder Mensch voneinigem Gefühl mußte mit Ab-scheu sein Auge davon abweiuen;und der Anblick eines Leichnams,den Verwesung und Würmer schonhalb zerstört haben, ist gräßlich,lasse. Straße st. Ein Wegzwischen zwey Reihen von Häu-sern. V- Die länger» und bret-tern dieser Wege werden Stra-ßen , die kleinern und schmälernaber Gassen genannt. DennStraße zeigt in seiner allgemei-nen Bedeutung, WS cs mit Wegüberhaupt sinnverwandt ist, einengroßen befahrncn Weg an, derkein bloßer Pfad für einzelne Fuß-gänger oderRciter istsS-Bahn re,).Daher werden >» einer Stadt diegrößten und breitesten Wege zwi-schen den Häusern die Haupt-straßen, aber nicht die Haupt-gasseu genannt,iastgebor. Gastmahl.Mahl. Schmaus. Gelag.ü. Ein gemeinschaftliche- Effe»und Trinken mehrerer Personen.V. Mahl und Schmaus un-terscheiden sich von den übrige»zuvorderst dadurch, daß sie nichtnothwendig ein gemeinschaftlichesEssen und Trinken bedeuten. Auchein einzelner Mensch allein kannschmausen, oder ein Mahlverzehren. Außerdem ist einM ah l ein solches Essen und Trin-ken , was zu einer gewissen be-stimmten Zeit gegeben oder genos-sen wird (z. T. Mittagsmahl),