wir eine Gab es Geschenkemachen wir auch unfern Freunde»m," Vorgesetzten.— B-wdeAus-drucke haben ihre jetzige Bedentung durch ein Synecdoche crhal-ten> rer erste durch eiue absteigende,der andere durch eine aussteigende.Gabe ist ursprünglich alles, wasgegeben wird. Der Sprach-gebrauch hat aber das Wort aufden angegebenen niedriger» undspeciellern Begriff eingeschränkt.Dazu hat vielleicht Veranlassunggegeben, daß man es' gebrauchte,um übernatürlich mitgetheilteVollkommenheiten auszudrücken.(S-o. vor. Art.)— Schenkenhieß ursprünglich bloß: Getränkeiugießcn oder darreickeu, unddaher wurde es nachher für Dar-re chen überhaupt gesagt.
Gänge Gebe, ü. Beyde Wör-ter werden iu ihrer eigentlichenBedeutung zunächst von Geld-inüu,en gebraucht, die im Ver-kehr häufig Vorkommen. V-Gan-ge zeigt ohne weitern Nebenbe-griff bloß an: daß die Münze häu-fig ei culire, oecr unter den Leutenherum gehe. Hingegen Geb«weiset darauf hin, daß sie häufigals Zahlung gegeben, und alsoals gültig angenommen werde. —Won den Geldmüuze» find dieseAusdrücke auch auf Maaren an-gewcndet worden, die im Verkehrhäufig Vorkommen. — In der«neigentliche» Bedeutung liegt derangegebene Unterschied ebenfallszum Grunde. Wenn man sagt:dieses Sprichwort ist Gäng undGebe, so will man durch denersten Ausdruck bloß sagen, daßdieses Sprichwort häufig gebrauchtwerde, durch deu andern aber
andeuten', daß cs auch für m-hxausgegeben und angenommenwerde.
Gang, vollständig, voll,kommen, ü. Dasjenige, »cmnichts fehlt. V. Wenn ei«Ding ganz genannt wird, so ;heißt das! bloß, daß alle sei»eTheile vorhanden seyen. Wen«man cs vollständig nennt,so will man nicht bloß lagen, daßalle seine Theile vorhanden st«e«,sondern auch, daß cs so vicle !oder große Lbcile habe, als seine !Bestimmung -rsordcrt. Ich habe !ein ganzes Haus gemietet,wenn ich alle Theile desselben ac, smietbet habe. Dieses Haus obre !kann sehr u n v o l l st-ä n d i g seyn,wenn chm Tbeile fehlen, die dieBestimmung eines Hauses erfor-dert- z, B. wenn keine Küchedarin ist. — Voll komme»ist ein Ding, wen» es nicht bleßvollständig ist, sondern auchalle seine Theile im höchsten Tradezu dem zusammenstimmen, wemsie zusammenstimmen sollen. Emsehr vollständiges Haus kanndennoch ein sehr unvollkomm-nes sevn , und das ist cs, wen»seine Tb ile so widerfinnig zusam-meugestellt find, daß sie zu derBestimmung des Hauses nicht zursammenstimmen, sondern einer dmGebrauch des andern hindert odererschwert. In einem vollkomm-ncn Quadrate find alle Tbeile sobeschaffe» und verbunden, daß siezu der Form, die das Wesen deSQuadrats ausmacht, auf das ge-naueste zusammenstimmen.
Garstig. Häßlich. Scheuß-lich. Gräßlich, ü- Was