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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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rie Gutwilligkeit bisweilen ausEdwarde des Verstandes oderdes Charakters entsteht, so sangtGutwillig an, euren versteckten Tadel zu enthalten, und aufeinen Menschen zu deuten, dersich alles gefallen laßt, und tenman leicht zu jeder Gefalliakeitbewegen kann, wenn man reineGut-Herzigkeit in Anspruch nimmtGern aekchiehet etwas, sof rnes mit V rqnügen gethan wird.Nicht alles, was frey willigund gutwillig gi schiebt, ge-faucht auch gern. Man kannsich einem übel frey willig uu-lerwerfen, um ein größeres zuvermeiden; aber gern thut «ranes nicht, weil das übel kein Ver-gnügen macht. Der Gutwil«liae tkut oft aus Gefälligkeit ge-gen Andre etwas, was ihm sehrunangenehm ist, und was er alsorr-chr gern timt.

Frisch. Jung. Neu. ü. Wasnickt alt d- i. noch nickt lange da-geweicn ist. V. Neu bezeichnetdüsen Begriff in seiner ganzenAllgemeinheit. Jung heißt einDing, sofern die Kräfte des-selben noch nickt durch Alter ge-fck wacht oder gestärkt und- Er ist einjung er Mann! er kann wohl ar-beiten. Dieser Wein ist zu 1 u ng ;er hat noch keine Kraft. Frischheißt ein Ding, sofern cs nochnicht dem Verderben oder demVergehen durch Alter genabert ist.Frisches Fleisch ist der F ulnißnoch nicht so nahe, als altes.Dieser Nebenbegriff laßt sich ausder ursprünglichen Bedeutung vonFrisch, wonach es so oirl ist,als Kühl, herleiten. Denn dieKühle bewahrt viele Körper vor

Fro

dem Verderben. Von LenDingen also, die durch da» bloßeAlter nicht verderbe -, und wedermehr noch weniger Kraft bekom-men, wird w.der jung 1 ochfrisch, sondern nur neu ge> gt.Man hat jetzt einen neuen P a-»eten entdeckt, aber keine» jun-gen, oder frischenFrist, weile Termin st.Ein Thcil der Zeit, worin etwasgeschieht V- Frist unr W i»le wurden sonst anstatt Zeit nder-haupt gesagt. Jetzt gebrücktman Frist nur von zuküi.ttigerZeit und renkt sich eabcy iueu be-stimmten Zeitraum; iiidcß Wei-le auch von der gegenwärtig nund »ergangmen gebraucht wird.Vor einer kleinen Weile (abernicht Frist) bin ich hier an,w-kommen, und »ach einer Fristvon zwei Tagen muß ich wiederfort. Hier kann c-S nicht WeileHeiken, weil von einem best' nm-ten Zeitraum die Rede ist. T e r-m i n ist der Endpunkt einer Frist.Ich habe meinem S buldner bisOster» Frist gegcheu und >hmde» Termin, wo er zahlen soll,au- Ostern gesetzt

Frohlocken. Jauchzen st.Bez-'ichnen die natürliche» Aus-drücke einer auß-io-deutlich nFreude. V- Frohlocken deAusdrücke durch Bewegungenhals Hüpsrn, Hand klatschen ,c.)und Jauchzen die Ausdrückedurch den To» der Stimme.Denn Frohlocke» kommt hervon Froh und Lacken, sprin-gen ; Jauchze» von d- m unwill-kührlichen Juch oder Jo, wor-in die lebhafte Freude ees rohenMenschen auszublechen pstcatK r Früh.