zu haben, unter denen kein ein-ziger Liebhaber ist; und beyeinem schönen, aber armen Mäd-chen finden sich oft viele Lieb-haber ein, unter denen kein ein-ziger Frener ist.
Frey er. Bräutigam. U.Wer die Absicht hat, ein gewis-ses Frauenzimmer zu henratben.V. Der Frey er aber bewirbtsich erst um die Einwilligung des»selben (S. Freyen); der Bräu-tigam hat sie schon erhalte».
F r e v g e b i g. Gutkhärig.Mildrhäkig. wsblrhä-rig. u> Wer geneigt ist, andernGute- zu erweisen- V. Frey-gebig bezeichnet «inen jeden, dergeneigt ist, reichlich zu geben;sey es etwas Gutes oder Böses.Der mitleidige Reiche ist frey-geb i g mit seinen Almosen, undder Tadelsüchtige ist freygebigmit seinem Tadel. — Gutthä-lig wird r) nur von dem gesagt,der andern etwas Gutes erwei-set und beziehet sich 2) nicht bloßauf das Geben sondern auch aufdas Lbun. Der Gi'itthäti-g e giebt nicht bloß den Dürfti-gen; er leistet auch gern andreDienste, wodurch er ihre Nothvermindern kann. — Mild-thatig deutet'auf eine Guttba«tigkeit, die reichlich ist, undaus sanfter Güte entsteht»und daher auch in ihren Äußerun-gen die liebenswürdige Form die-ser Tugend an sich hat. DennMilde (welches in seiner eigent-lichen Bedeutung den Dinge» zu-kommt, die nicht herbe und stren-ge für den Geschmach sind. (S.Mäßigen. Mildern) weiset aufsanfte Güte. Die sanfte Güte'
aber giebt gern und reichlich. Ezkann daher sehr gutthatiqeMenschen geben, die man nichtmildthätig nennen kann, wulihre Gutthatigkeit nicht die schönesanfte Gestalt d.r M lethätigküthat. — Wohlth.-tig unt r<scheidet sich von Gutt hakigdadurch, daß sich dieses auf dasObjective, jenes auf ca? Tubjecrtive beziehet. Wel einem andern et-was Gutes erweiset, der kannihm dadurch auch ein angenehmesGefühl (ein Gefühl des Wohl-seynS) verursachen. Das erstewird durch Gutthätig, dasandre durch Wobltbätig be-zeichnet. Ein Menschenfreund,der die Hungrigen syeiset, ist jgutthätig und wohlthätig; !das erste, sofern er diesen Nokb-lcidendcn etwas giebt, was sücsie ein Gut ist; das andre, so-fern er ihnen das Gefühl desWohlseyns verschafft,srevu> in > S- Gutwillig.Gern, si Zeiget an, daß etwasungezwungen gethan werde. V.Frey willig bezeichnet drc'enBegriff obne allen Nebenbcgriß,wie schon seine Zusammensetzung !anzeigt. Gutwillig dar re«Nebcnbegriff, daß man durch das,was man freywillig thut, ander«etwas Gutes erweisen will.
Don dem, der sich freywillig ^
ein Vergnügen versagt, aus sFurcht, daß es seiner Gesundheit ;schaden werde, kann man nicht !sagen, daß er gutwillig baud-lc. Wenn er aber das dazu be< rstimmte Geld einem ankern borg- 'te, der ihn darum bäte, und sichselbst das Vergnüge» versagte, .
so wäre das gu.twi! lig. — ^ !
die "