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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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sea, was cr nicht will , dann ist«r nickt bloß abhängig, son-beim auch nicht frei).

Zrey. Ungebunden. Zügel»Iss. ü. Wer sich in seinenHandlungen nickt einichränkcnläßt. D. Iren wird in guterund böser Bedeutung genommen.Er lebt frcy, kann heißen: erist durch keine äußere Gewalt ge-hindert , nach seinem Gefallen zuleben. Es kann auch heißen: erbindet sich nickt an die Gesetzeder Sittlichkeit und Anständig-keit. Ungebunden undZügellos bedeuten nur das letz-tere, und werden also nur in böserBedeutung gebraucht. Zügellosaber ist mehr als Ungebunden»Denn es deutet auf ein Thier,das ohne Zügel seiner ganzenWildheit überlasten ist.

Freiheit. Rechr. Vorrecht,i,. Was demjenigen zukömmt,der zu etwas befugt ist. (.S Be»fugt.) V Recht hat weiterkeinen Nebenbeariff. Freyheirteu werden die Rechte genannt,in sofern der Berechtigte durchkeine gesetzliche Gewalt gehindertwerden kann, das zu thua, wo-zu er ein Recht hat. Vorrech-te heißen die Rechte, sofern sienur gewisse» Personen, und an-dern nicht, zukommen,

Freien. Heurathen. Eh»lichen- Sich vermählen.Sich beweiben. Hochzeitmachen. Bevlager hal-ten. ü-2" eheliche Verbindungtreten- V. Hochzeitist eigent-lich das Fest, idas bcy einer ehe-lichen Verbindung angestellt wird.Denn eS hat noch dis auf dasröte Jahrhundert ei» jedes Fest

überhaupt bedeutet. Durch «ineMetonymie aber wird es dannauch von dem Anfang« eer ehe-lichen Verbindung selbst gebraucht,wenn anch kein Ast dabey gege-ben wird. Sie haben ganz in derStille Hochzeit gemacht.Bcylager halten wird »o»dem Vollziehen der Ehe zwischenfürstlichen Personen gesagt.Ehelichen heißt schlechtweg:eine Person zur Ehe nehmen.Damit ist heuratben übrigenscinerley, außer daß es auch be-deuten kann: sich um die Ehe miteiner Person bewerben, als: er hatschon lange nach ihr ge Heu ra-tbet. Sich vermahlensagt mau von angesehenen odervornehmen Personen, die einan-der ehelichen. Freyenheißt eigentlich: sich um die Gunsteine, Person bewerben, in der Ab-sicht, sie zu ehelichen; es wirdaber dann auch für ehelichenselbst genommen. Sie hak vieleFre per, aber keiner kann ihrHerz gewinnen. Sich be-weiben ist der niedrigste Aus-druck für die eheliche Werbineung.Denn das Wort Weib bezeich-net eine Person des andern Ge-schlechts bloß von ihrem Geschleck-te, ohne alle Rücksicht auf einengewissen Stand.

Frey er. Liebhaber, ü- Wersich um die Gunst eines Frauen-zimmers bewirbt. V DerFrey er thut dies in der Absicht,sie zu heurarheu, aber oft ohneLiebe zu empfinden. Der Lieb-haber thut.es auS Liebe; oft oh-ne lue Absicht sie zu h>urarhen.Ein häßliches-, aber sehr reichesMädchen pflegt wohl Fre perK zu