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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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weil sich darüber «licht lachen läßt.Der Frevel will den SchadenAnderer/ als solchen, und zwareinen Schade«/ der ein großes/wichtiges übel ist/ und findet da»an Vergnügen. Es ist Math«Wille/ «ocnn einer dem Andernheimlich das Gesicht schwärzt, umdarüber hernach zu lachen. Es istFrevel/ wenn einer beiz kaltemDiute einen überdachten Meuchelrrnord begebt/ nnd sein Schlacht/erster wolst noch unnothig martert/west ihm dies Vergnügen «nacht.

§ r e v e I r h a c. M i ssc r h a c. v er-brechen. ü. Eine strafbareHandlung. D. Der breche»bezeichnet diesen Begriff allge-mein. Misserbat nennt maneigentlich ein Verbreche»/ dasmit dem Tode bestraft wird/ in-dem ein Verbrecher/ der zumTode geführt »vird / ein Misse«that er heißt. Allein im wei-tern Sinne «vird dam« auch jedesschwere Verbrechen / das den Tododer eine ähnliche Strafe ver>dient, eine Mrsscthat gcnannt- Ein schweres Verbrechen,Las aus Frevel verübt «vird,(,S. d. vor. Art.) ist euie Fre»v c l t b a t.

Frevelhaft. Freventlich.Boshaft, ü. Pradicate, diedemjenigen, der etwas Böses,als solches, will, so wie auchden Handlnngcn desselben, zu-kommen. V. Boshaft be-zeichnet diesen Begriff allgemein,und kommt also jedem zu, deran dem übe! selbst, daS er wirkt,Vergnügen findet, sich über denSchaden, den er Andern stiftet,freuet; und dem also das übelZweck und nicht bloß Mittel zu

Fre

einem andern Zwecke ist. Fre«velhaft beißt der Boshafte,wenn das übel, das er wirkt,groß und «nichtig ist. (S. Frevel.Muthwille.) Wer darauf lauert,Andern Beschämung zuzuziehen,weil ihm das Freude machr, derist boshaft, aber noch nichtfrevelhaft. Frevent-lich wird von Handlungen ge-sagt, die «acht bloß frevelhaftsind- sondern auch noch einen ho-hen Grad von Verwegenheit undGewaltsamkeit erfordern. Es be-zeichnet daher von dieftr Seste denhöchsten Grad der Strafbarkeit.

Frey. Unabhängig ü Wasnicht durch ein andres Ding be-stimmt «vird. V. Unabhän-gig ist, was gar nicht durch einandres Ding bestimmt wird.Fre«) heißt auch schon Las, wasnur nicht so durch ein andresDing bestimmt «vird, Laß cs sei-nem Bestreben zuwider ist, oderdaß überhaupt dadurch etwas be-schränkt oder ganz verhindert«vird. Eine freye Aussicht istnicht durch Berge «r. d. g. be-schränkt. Auf einem sreyenPlatze stehen keine Gebäude u. s. w.die verhindern darauf herum-zngeken. Der menschliche Willeist unabhängig, wenn er et-was will, bloß, weil er will,ohne durch irgend etwas dazu h)-stimmt zu seyn. Frey kann ecauch daun seyn, «venu sei» Wol-len auch von Leo Vorstellungender Vernunft ab bängt. Denner wird dadurch zu nichts be-stimmt, was seinem Bestreben zu-wider ist. Wenn aber die Sinn-lichkeit ihn unterdrückt, und ihnnothigt, etwas geschehe!» zu las-se»,