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so wird fremd auch für unbe-kannt genomiuen. Sei» Ge-sicht ist mir ganz fremd, d. i.unbekannt geworden.
Freude. Freudigkeit. Fröst-lig k e i c. Lustigkeit. u.Gemüthszustaiwc, worin ei» star-kes Vergnügen herrscht- V-Freude ist dieses Vergnügenselbst, sofern cS durch ein gegen-wärtiges oder in der Einbildungs-kraft vergegenwärtigtes Gut er-regt wird. Da ries nun durchmehrere Güter geschehen kann, sowird das Wort Freude auch inder mehrfachen Zahl gebraucht-Die Freuden dieses Lebens. —Freudigkeit ist die Gemüths,stimmung, die mit der Freudeverbunden ist, und die hauptsäch-lich darin besteht, daß wir fürjeden angenehmen Eindruck leichtempfänglich sind, jede Sacke leichtvon der angenehmen Seite sehe»,und daher auch Mulh haben,Schwierigkeiten zu besiegen- Mei-ne Kinder machen mir viel Freu-de, und das giebt mir Freu-digkeit, die Last meiner Ge-schäfte zu tragen. — Fröhlich-keit ist der Zustand, wodurchsich die Freude äußerlich offen-bart. .Von ihr ist die Lustig-keit dadurch verschieden, daß sienicht bey bloßen Ausdrücken derFreude stehen bleibt, sondern sichauch durch Handlungen äußert,die ausgelassenes Lacken erregen.Die Fröhlichen tanzen, sin-gen und scherzen. Die Lusti-gen treiben Spaß, erzählenSchwänke, necken sich, und werdenbisweilen niedrig und reisicuPossen-
Freudig. Frc-H. Fröhlich.U> Derjenige, in dessen Seele
Vergnügen herrscht. V Freu-dig druckt die ganze Gemüths-stimmung eines solchen aus. Frohbezeichnet Len Zustand desselbenvon Seiten des inner» Vergnü-gens in der Seele, und Fröh-lich von Seiten des äußern Aus-drucks, wodurch sich das Ver-gnügen offenbaret. (S. d- vor.Art.) — Damit stimmt es über-ein, wen» man durch Froh-seyn insonderheit das Vergnü-gen ansdruckt, was wir em-pfinden , wenn ein übel, das wirempfanden, oder das uns bevor-stand, vorbei) ist. Denn diesesVergnügen ist durch das nochfrische Andenken des Übels so ge-mäßigt, daß cs nicht in merkli-che äußere Ausdrücke ausbricht.—übrigens werden alle drei) Wör-ter, durch eine gewöhnliche Me-tonymie, auck von den Dingengesagt, eie Vergnügen errege».Man sagt: eine freudige,frohe, fröhliche.Begebenheit.
Frevel. b1»urhwille. ü. Bey>de Wörter können den Willen zuHandlungen, wodurch Andern ge-schadet wird, anzcigen. V. DerMuthwille hat aber nicht denSchadest Andrer, als solche», zurAbsicht; sondern er verübt seineHandlungen bloß, weil ihm dieseHandlungen Vergnügen machen;sey es, daß. sie aus dem bloßenDrange, seine Kräfte zu äußern,entstehen, oder daß er über dieVerlegenheit lachen will, woriner Andre zu setzen denkt; und derer oft nachher selbst wieder ab-hilft- Daher kann auch das Un-angenehme, was der Muthwil-lige vorsätzlich Andern zufügt,kein großes, wichtiges übel styn,weil