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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
138
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Fit iz8 Fle

er erriet Ekel. Weil aber derhöchste Grad des Geizes überhauptfür den moralischen Sinn ein Gerfühl des Abscheues erregt/ dasdeni Ekel ähnlich ist; so beißt derhöchste Grad des Geizes überhauptschmutziger Geiz; und die-ser schmutzige Geiz ist die Fil-zigkeit/ die ihren Namen wahr-scheinlich von dem groben/ schlech-ten Tuche erhalten hat/ worin derFilzige sich kleidet/ und wel-ches durch Filz im eigentlichenSinne beicichnet wird-

Fikkig. Flügel. Schwinge,u- Die Werkzeuge des Fliegcns.V. Flügel, von Fliege»/ be-zeichnet diesen Begriff ganz allge-mein. Fittig ist ein Flügel,sofern er mit Federn besetzt ist.Denn im Niederdeutschen lautetdieses Wort Fiddik/ und istvon Feddsr, F.der abgeleitet.Ein Kater hat Flügel aber kei-ne Fittige. Selbst die Flügelder befiederten Thiere werdennicht mehr Fittige genannt/wenn sie ihrer Federn beraubtsind- Man ißt von einer gcbrat-ncn GanS den Flügel, abernicht de» Fittig- Schwin-gen sind eigentlich die Flügelder starker» Doge!/ die sich miteinem hohen bogenförmigen Flu-ge in d-e Lust erbeben. Daherist in dem »neigeurlichen Gebrau-che Schwingen edler als Flü-gel und Fittige; und daherwird es auch in der höher» Spra-che anstalt Flügel überhauptgebraucht.

Flamme. Feuer. Lobe. si. ,Wahrnehmbarer Wärniestoff. V.Feuer heißt der wahrnehmbareWärmestoff in jedem Faller

Flamme alsdann wenn er einzusammenhängendes/ sich bewe- ^gendes stuiäum auSmacht. Es istFeuer im Ofen, aber keineFlamme/ wenn glühende Koh, ^Kn darin liegen. -Trocknen Holz §verbrennt mit einer Flamme.Lohe beißt eine Flamme / sofernbloß auf ihre schnelle, duftige, ^zitternde und schimmernde Bewe-gung und nicht grade darauf gese-hen wird, daß sie aus Feuer be-st.ht. (Man vergleiche das WortLodern, wozu Lohe gehört.S- Brennen rc.)

Flehen. Litten. Bereit, fi. ^Jemandem das Begehren zu er- ^keimen geben, daß er uns aus .bloßer Gün: etwas bewilligen solle.V- Bitten hat keinen, Fle,Heu aber den N,ebeilbcgiiff, daßder Bittende m tiefster Noch scy, .und sich daher vor demjenigen,den erbittet, beuge, um Hülfe >zu erlangen. Wen» Flehe»von dem Niederdeutschen klo>'-n, ,Schmeicheln, und Schmeicheln ^von Schmiegen herkdmmt, so ^erhellet die angegebene Vcstim- >mung auch aus der Abstammung. !Flehen ist dann genau das la-teinische lapplicare, wobey auchplio.-.re, biegen, schmiegen, znmGrunde liegt- Beten wirdi) nur in Beziehung auf Gottgesagt. Man betet zu Gott,aber nicht zu irgend einem e»5!i- .chcn Wesen. 2 ) Ei» Gebetistnicht »othwendiz eins Bitte, ei ^kann auch andere Huldigungen, ,z. B. eine Danksagung enthalten,leisiig. Genau, ü. Was ei-ne» hohem Grad der Vollendunghat« V. Fleißig ist eigentlichein Prädicat, das dem Urhebereines ^