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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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eines Werkes zukommt/ das aberauch dem Werke selbst beygclegtwird, insofern cs von dem Fleißezeugt, Len sem Urhever angewcn-Lel hat, ihm Vollendung zu ge»ben. Genau ist das Werk, so-fern in ihm alles, auch das Klein-ste, richtig ist. Ein Gemahlde istgenau, wen» da- Ganze rlndalle seine Tbeile, auch die klein-sten, mit dem U, bilde überemrstimmen. In sofern nun dadurchder daraus verwendete Fleiß sicht-bar ist, beißt dasselbe ein fleißi-ges Werk. '

Fleißig Arbeitsam, ü. Wergeneigt ist, seine Kräfte anzuwcn-den. V Der Arbeitsametliut dies des Nutzens wegen, daArbeit an sich selbst, etwas Be-schwerliches lsti der Fleißigeauch des Vergnügens wegen- EinSchnitter kann fleißig und a r-bcitsam, ei» Romancnleser nurfleißig seyn. Außerdem, wennjemandem Arbeitsamkeit bey-gelegt wird, so wird damit nurüberhaupt angedeutet, daß er dieUnlust der Arbeit nicht scheue.Wenn ihm Fleiß beyge-egtwird, so weiset das auf den Ne-benbegriff: daß er durch seineThätigkeit dem Gegenstände odersich selbst eine» hbhcrn Grad vonVollkommenheit zu gebe« suche.Ein Studirendsr ist arbeitsam,sofern er sich überhaupt keineMübe verdrießen laßt, fleißig,sofern er nichts versäumt, seinerErkenntniß mehr Vollkommen-heit zu geben, und er schreibteinen Aufsatz fleißig, wenn erdemselben alle mögliche Vollen-dung zn geben sucht.

Fliehen. Meiden, ü. Sich

bestreben, elnemj Dinge nicht ge-genwärtig zu seyn. V- Meidenwird gesagt, wenn man demDinge noch nicht gegenwärtig ist,und ihm nicht nahe fvmmen willoder soll. Fliehen wird ge-braucht, wenn man dem Dingeschon gegenwärtig ist und sich vonihm entfernt. Er ist aus seinemVaterlande geflohen, und wirdes beständig meiden.

Fliehen. Flüchten, n. EinenDl t eiligst verlassen. V. Flie -

. hen bezeichnet bloß diesen Be-griff; Flüchten außerdem nochden Nebenbcgriff: daß man durchdie Flucht sich oder seine Sachenvor einer Gefahr retten wolle-Man fliehet aus der Stadt aufdas Luid, wenn -man auch kei-ner Gefahr zu entgehe» sucht,svntci'n etwa nur mehr Ruhe vorzerstreuenden Vergnügungen ha-ben will. Wenn aber ein feind-liches Heer anrückt, so flüchtetMan mit seinen Habscligkcilen.

Fließen. Strömen. Rin-nen. ü. Diele Werter bezeich-ne» d>e fortschreitende Bewegungeiner Flüssigkeit. V. Fließe»druckt diesen Begriff allgemeinauS; Strömen mit dem Ne-bendegriffe der größer» Stärkeund Geschwindigkeit; und Rin-nen mit dem Ncbcnbegriffe dersanfiern und langsamen, Bewe-gung. Ein siebender Sumpffließt nickt- Das Wasser ineinem Graben, der wcn g Fallbat, fließt, aber strömtnickt. Aus einer kleinen Ritze desFasses rinnt der Wein hervor.Außerdem wird Rinnen »nrvon tropfbaren Flüssigkeiten, der-gleichen das Wasser ist, gebraucht;

S trd.