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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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tllng gehört, sofern dabsy vonseinem Stoffe gänzlich abstrahirtwird- Sofern man bcy einemWernunftschluffe von dem Inshalte gänzlich absicbt und nurdiejenigen Bestimmungen dcffei-bei> betrachtet, die zu dieser Artvon Schlüffen überhaupt geko-ren > betrachtet man seine Form.Aus einer!,) Stoffe kann manDinge von verschiedener Art ma-chen, je nachdem man ihm eineperschiedne F o r m giebt, z. V.cms '

einem Stück Silber einen Lössel,eine Dose, rincn Leuchter u> s.f. Gestalt ist die Form ei-nes Körpers, sofern sie in demStoff- d ffelben ist; denn sie istdas, was vor unsre Augen ge,stellt wird. Daher hat z. B.die Vernunft eine Form, aberkeine Gestalt, weil sie nichtsKörperliches ist; und die Werk-zeuge, worin man gewisse Kör-per, z. B eine Glocke gießt, wer-den Formen, aber nicht G e -st alten genannt, west hier nurdie Form, aber nickt die Mate-rie jener Körper vorhanden ist.Figur bedeutet die GrenzenderAusdehnung eines Dinges. Wc»nman z. P. die Linien verzeichnet,wodurch eine Flache begrenzt wird,so hat man die Fignr derselben.Durch die Ai zur eines Dingeswird also! seine Gestalt be-stimmt. Die Figur ist der äu-ßerste Umriß der Gestalt: «uddie Gestalt das ganze Bild desGegenstandes, der diese Figurhat. Von Form unterscheidetsich Figur dadurch, daß es nurauf räumliche Dinge geht. Derfrepc Wille hat eine Form aberkeine Figur. Bildung

bedeutet zwar zunächst die Hand*lung des Bildens; sodann aberauch ras, was dadurch entsteht.Alsdann unterscheidet cs sich da-durch, daß cs die Form einesD nges als etwas durch Bildenhervorgebrackt-s betrachtet, undhauptsächlich nur von der äußernForm des menschlichen Kör-pers, und von der innern Einrich,tung organischer Körper über-haupt gebraucht wird.il;ig. Geizig. Rarg. Hab-süchtig. h. W-r eine übermä-ßige Begierde hat, äußere Güter,insonderheit Gels, zu besitze».D- Ei» solcher kann diese Begier-de zu erkeilucu geben entweder imErwerben, oder im Behaltendessen waS er hat, oder in bcvdenzugleich. Im ersten Falle ist erhabsüchtig, im andern karg,im dritten geizig. Der H a b -süchtige sucht alles an sich zureißen, was er irgend in seinenBesitz bringen kan». Der Kargescheuet sich, auch nur das m n-Leste wcgzugeben, wenn es irgenderspart werden kann. Der Gei-zige ihut bcydos. Der Hab-süchtige ist nicht immer karg.Denn oft sucht er nur darum al-les an sich z reißen, um wiederverschwenden zu können. DerKarge ist ebenfalls nicht immerhabsüchtig. Denn oft scheueter nur darum jede Ausgabe, weiler nichts erwerben zu könnenglaubt und darben zu müssenfürchtet. Der höchste Gradder Kargheit ist Kuicke-rcy- Der Grad des Geizes,der selbst den Aufwand scheuet,den die Reinlichkeit erfordert,heißt schmutziger Geiz, uud

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