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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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baß er die Handlung verrichtenkönne und wolle. Das erstewird durch Fertig, das andrebuch Bereit ausgedruckt.Auch der fertigste Klavierspie-ler ist nicht immer bereit zuspielen, sondern muß bisweilenerst durch vieles Zureden dazu be-wogen werde» Wer eineHandlung nicht bloß überhauptverrichten kan», sondern auchleicht und geschwind, der hat eineFertigkeit im vorzüglichenSinne Bey Fertigkeiten desfreyrn Willens wie z. B. inDienstfertigkeit scheint Fer-tig mit Bereit gleichbedeittendzu senn. Aber es gehet dennochauf die leichte Möglichkeit desWollens, und bereit auf daSwirkliche Wollen. Dienstfer-tig ist der, dessen Wille sich leichtentschließe» kann, andern Dienstezu lüsten! bereit zu Diensten,wer sie wirklich Kisten will.

Le stkag. Feiertag, st. EinTag, . er durch Unterlassung dergewöhnlichen Arbeiten ausgezeich-net wird. V. Dieser Begriff al-lein wird durch Fevertag ausac-druckt; so wie auch Fever inFeyerabend bloß das Aufhörreu des Arbeitens andcutct- § e ft-t<ig hat außerdem neck den Nerbea; ff, daß ein solcher Tag durchde» G nutz sinnlicher Vergnügenau-g zeichnet sey, weswegen auchz B. ein prächtiges Gastmah! einFest genannt wird, und im ge-meinen Leben gesagt wird: wirhatten unser F e st mit ihm, an-statt: unser Vergnügen. EinBußtag ist bei) uns ein Fe ver-tag, aber kein Festtag. Manfeyert an einem solchen Tag«

zwar von den gewöhnlichen Ar-beiten, zeichnet ibn aber nichtaus durch mehrere Vergnügungen,sondern versagt sich sogar die ge-wöhnlichen.

Figürlich. Tropisch. Unei-genclich. st. Diese Wörterkommen bloß in dem allgemeine»Begriffe überein, daß sie eiueForm des Ausdruckes in einerRede anzcigcn. ü. Eine Figurist jede besondpe von der gewöhn-lichen abweichende Form des Aus-drucks , sie magui! i» dem blo-ßen Laute der Wörter liegen oderin der Stellung derselben, odersich auf ibre Bedeutung beziehen,und hat gewöhnlich Verschöne-rung zur Absicht! Die Tropensind eine Art von Figuren.Denn ein Ausdruck ist tropischsofern er statt einer Vorstellungeiue andre setzt, womit jene ver-gesellschaftet ist, z. B. er ist ent-schlafen, anstatt gestorben.1lue > gentl»ch ist ein Ausdruck,sofern er in einer iineigeliklicheu-. i. in einer solche» Bedeutunggenommen wird, die von einerandern abgeleitet ist. Der Tro-pus: entschlafen, anstattgestorben, ist ein uneigclitli-cher Ausdruck, soseru das Wortentschlafen hier in einer Be-deutung genommen wird, dievon einer andern, von seiner ei-gentlichen nämlich, abgeleitet ist.

Figur Form. Gestalt. Bil-dung. u. Das, wodurch sichdie Dinge außer ihrem Stoffenoch von einander unterscheiden.V- Die Form eines DingcS istder Inbegriff derjenigen Bestim-mungen desselben, wodurch eszu einer gewissen Art oder Gat-tung