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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
135
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Fei izz Fer

Muthizste kann muthlos wer- fruchtbarer ist, so wird das Lin-

den , wenn er gegen unüberwind-lichen Widerstand seiue Kräfte er-schöpft hat. Verzagt undZaghaft bezeichnen die Eigen-schaft des Muthlosen/ Furchtsa-men und Feigen, daß er zögertder Mefabr entgegen zu geben.Denn Zag ist sowie auch Zö-gern, mit Ziehen verwandt.Von b.-yden Wörtern ist ver-zagt das stärkere. Denn dieVerspüre Der bedeutet biswei-len, daß j.mand von dem, wasdas Hauptwort anzeigt, gänzlichbeherrscht oder durchdrungen sep,wie in Verliebt; indes dieNachsylbe Haft nur anzeigt, daßdas »ochande» sey, was dasHauptwort ansdrnckt. Furch t-sam und Kühn, Muthiosund Muthjg, Feig und Ta-pfer, Zaghaft und Herz-haft, Verzagt und beherztstehen einander entgegen. (S.b-b-rzt u. s. f.)

§ e > st. Fert. ü. Wird von ei-nem thierischen Körper gesagt,d ffen Knochen mit einer große»Fieischmaffe umgeben sind. V.Feist bezeichnet die Große dieserMasse überhaupt. Fett eigent-lich nur die Menge der schlichtenSubstanz, die sich zwischen derHaut und dem eigentlichen Flei-sche befindet. Ein stark beleibter

. Dchse ist feist, wenn er auch we-nig Fett hat. Da inzwischenbcydes verbunden zu scyn pstegt,so wird jedes feiste Thier auchfett genannt. Fett ge-braucht man auch von andernDingen, die mehr von einer sol-chen schlichten Substanz enthal-ten, und da z. V. fettes Land

trägliche fett genannt, als: einefette Pfründe.

eld. Gefilde. Flur. U.Ebene und offne Theile des festenLandes. V. Feld hat den Ne-benbegriff« daß es bestimmt sey,Früchte darauf zu bauen (s.Acker re.), weswegen auch dieFelder in gewisse Stücke abge-theilt sind. Boy dem Wort Ge-filde abstrahlit man von bepdenBestimmungen, und denkt sichein Land überhaupt, das durchkeine Abthüluiig begrenzt ist, undohne Rücksicht' auf Nutzen undErtrag an und für sich dem Be-trachtenden gestillt. Daher sagtman: Gefilde der Seligen,Elyfische Gefilde u. d. gl.wo man Felder nicht brauchenkann. B-v dem Worte-Flurwird ebenfalls nicht darauf gese-hen, daß cs'tragbares Land sev,und dadurch unterscheidet es sichvon Feld; von Gefilde aberdadurch, daß cs auf eine mit fri-schen Grasplätzen und mannich«faltigen Blumen bekleidete Ge-gend hinseutct. DaS liegt in sei-ner Abstammung von üorere,blühen.

els. Llippe. v. Stemmas-scu, die merklich über den Grundherrm ragen. V. Bcy Fels sie-bet man auf die Materie; beyK kippe auf die Gestalt und dasHervorragen. Daher kann mansagen: die Masse dieses Bergesist bloßer Fels, aber nicht bloßeKlippe.

errig. Bereit, u. Wer sichin dem Allstande befindet, woriner seyn muß, um eine Handlungzu verrichten. V. Dazu gehört,

daß