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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Seite
134
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Feh -Z4

für meinen Freund hielt, und da-her auch darin gefehlt, daß ichihm meine Geheimnisse geoffen-barc bade.

Fehlen. Sündigen, u. Kön-nen beyde: emcm sirriicheii Gesetzentgegen bandeln, bcd uten. V.

^ Sündigen sagt man nur vonverschuldeten Übertretungen dersittlichen Gesetze; Fehlen auchvon-nnvcrschuldetcn. Den» S ü n-de ist so vi.l als Süne (worindas d des Wohlklaugs wegen cin-geschobcn ist, wie in Gcme-nde,statt Genieine), und bedeutetdaher, durch die gewöhnliche M -tounmie rer Folge statt des Grun-des, e-n Vergeben, das einerSüne oder Geuugthuung be«

. darf.

Fehler Mangel. Gebre-chen. ü. Die Unooilkommenheiteines Dinges. V- Mangelweiset bloß aus das Necbtsepn ei-ner gewisicn Vollkommenheit;Fhler aus das Dasei)» der ent<gegenstchenden Unvollko'.nmenheit.Wen» jemand nicht die Gabe bat,eine G-sellschast zu unterhalten,so ist das ein Mangel- Wenner aber zwar sehr gesprächig zuseyn pflegt, aber durch Langwei-ligkeit und Unbescheidenheit M>ß>v-<g,lügen macht, so ist das einFehler. Gebrechen sindempfindlichere oder beschwerli-chere Fehler oder Mangel. Da-her versteht man daruntereigentlich solche hartnäckige äu-ßere vbrl an den Tbeilen desmensch',hen Körpers, die denMenschen zu manchen nothwcn-diaeu Verrichtungen untüchtigmache», oder der Gesundheit im

Fei

hohern Grade entgegen sind. EinFleck im Gesichte ist ein Fehler, -Blindheit ein Gebrechen-Fehlerhaft. Mangelhaft,u. Was die gehörige Vollkom-menheit nicht hat. V. WieFehler und Mangel (s. d.vor. Art.). Die Abschrift einesBuches ist mangelhaft, wenneinige Seiten desselben uicht mitabgeschrieben sind. Sie ist feh-lerhaft, wen» sie statt derWorte, die in dem Buche stehe»,öfters andre enthalt.

Frist. Furchtsam. ver,

; agc. Zaghaft. M u t h -los. ü. Wer Gefahren zu sedrscheuer. V. Dies kann entstehenans einer zu große» und lebhaf-te» Vorstellung der (oft nur ein-gebildeten) Gefahren; aber auchaus dem. Gefühle von seinerSchwache und von der Unzuläng-lichkeit seiner Kräfte, die Gefah-ren zu bestehe». Auf das erstebezieht sich Furchtsam auf dasandere. Feig nud Muthlos.Wer au Gespenster glaubt, derfürchtet sich, und ist furcht-sam, wenn er des Nachts aufeinem einsame» Kirchhofe alleinseyn soll, weil ihm flaue ^Phan-tasie kaufend schreckliche Bildermit g'oßer Starke verstellt. Wernicht,,wagt, sich einer chirurgi-schen Operation zu unterwerfen,weil er sich nicht zntraut, denSchmerz ertragen zu können, derist feig und muthlos.lFeig ist mit Weich verwandt,und deutet daher auf verächtlicheWeichlichkeit, die jede Gefahrund jedes übel scheuet. DieMutblosigkeit kann auch an-dere Gründe haben. Auch der

Milchig«