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beugebuug und kein Colo»rit. — Farbenmischungbedeutet eine jede Vereinigungniedrerer Farben, sic mögen nunin ihrer Vereinigung unterschiedenwerden oder nicht. Farbenge-bung bedeutet eigentlich die Hand-lung, wodurch man einem Ge-mälde Farben giebt, »nd melornvmisch auch diese Farben selbst.Diese Farbengebung h ißt Colo-rit, sofern die Faibcn zu einemschönen Ganzen zusammengesetztsind, wodey die Natur nicht bloßuachgeahmt, sondern auch ver-schönert ist. Dis gewählten Kupferin einem Wirke über die Natur-geschichte können eine gute Far-bengebung habe», wenn dieFarben, die die Gegenstände inder Natur haben, richtig nach-geahmt sind. Die Gemählde einesRubens aber habe» ein schönesCol orit.
Fast« Beinahe. ü> BevdeWörter bezeichnen die größte An-näherung an Etwas. D Fastwir- von einem wirkliche» Dingegesagt, an welchem nur etwasweniges seblt. Ben nabe aberauch von dem, was noch nicktwirklich, aber dem Wirküchwerdeuso nabe ist, oder war, daß nur et-was Weniges daran fehlt. Ichhabe fast mein ganzes Feld mitWaizcn bestellt; ich hätte ihnaber beynahe wieder umpflüzenmuffen.
§a»I. Träge. Lässig. Fahr,lässig. Nachlässig, phleg-matisch. Verdrossen, ü.Wer es au der gehörigen Thatigrseit fehlen läßt. D. Faul be-zeichnet den höchsten Grad diesesMangels, und zwar mir dem
Nebknbegriffe, daß dieler Mangelnicht aus zufälligen, äußer» Grün-den, sondern aus der inner», fort-dauernden Beschaffenheit des F a urle» entstehe. Denn Faul be-deutet ursprünglich so viel alsschlecht, verdorben, z. B. fauleAepfel i wer aber seine Kräfte garnickt auwende» mag, der ist ei»völlig unnützer, unbrauchbarerMensch. — Träge bezeichneteinen geringer» Grad von Untha-tigkcit der Kräfte, als Faul.Der Träge handelt zwar, aberlangsam und schleppend; gleich-sam als wenn er e,»e große Lastziehe» und mit sich fortziiscklerxc»hätte. Denn wahrscheinlich kömmtdies Wort her von Trecken, zie-hen. — Lässig hat den Ncben-begr-ff: daß es demjenigen, vondem cs gesagt wird, an dem nö»thigen Eiter fehle. Wer ein Ge-schäft nicht las sitz betreibt, derbetreibt cS mit Eifer und scheutkeine Mühe, und keine allenfallsauch vergeblichen Sckritte. —Der Phlegmatische ist untkä-tig, weil er n, empfindlich ist ge-gen die augencbn cn «nd uuangc«nehme» LindrüLe der Dinge, sodaß er dadurch nicht leicht zumHandeln gereizt werden kann. —Verdrossen wird vcn dem ge-sagt, der es aus innerm Verdruss«über die zn verrichtende Arbeit auder gehörigen Thätigkeit fehlenläßt; welcher Verdruß sich gewöhn-lich cinfindct, wenn man eine an-haltende Arbeit verrichten soll,wozu man keine innere Liebe undkeine äussere Aufmunterung hat-—Nachlässig ist derjenige, dercs au der gehörigen Tdatiakcit insofern fehlen läßt, als er nicht
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