ten auszuüben. In dem Zustarxde heftiger Leidenschaft bin ichnicht fähig deutlich zu denken,ob ich gleich das Vermögendazu habe.
Fähigkeit. Geschicklichkeit.Fertigkeit, ii Prädicate, diejemandem in sofern zukommen, alser eine gewisse Handlung ausübenkann. D. F ä h i g kei t zeigt bloßüberhaupt an, daß jemand von derBeschaffenheit scy, daß er einegewisse Handlung ausüben kbnue.Eine Fertigkeit har derjenige,dem eine Handlung so leicht ist,daß er sie geschwind und ohne be-sondere Aufmerksamkeit darauf zuwenden, verrichten kann. Ge-schicklichkeit ist eine Fertigkeitin künstlichen Handlungen. Dennes zeigt an, daß jemand sich zugewiffen Handlungen besondersschicke; und dies kann haupt-sächlich nur gesagt wezden in Ab-sicht auf künstliche Handlungen,die nicht jeder verrichten kann.Jeder der ei» feines Gehör, Takt-gefühl und gelenkige Finger besitzt,har die Fähigkeit zum Klavicr,spielen. Die Fertigkeit dazuaber'bat nur derjenige, dem esdurch viele Uebung schon leicht ge-worden ist. Und diese Fertigkeitist emeGeschicklichkeit. Wersich aber das Fluchen angewöhntbat, d>.r hat eine Fertigkeit,^ die keine Geschicklichkeit ist.Denn das Fluchen ist keine Kunst.
Fähigkeiten. Anlage», st.Prädicate, die jemandem in sofernzukomm.u, als cs ihm möglich ist,sich eine gewisse Geschicklichkeit zu» erwerben. V. Fähigkeit gehetbloß auf diese Möglichkeit. An-lagen aber sind die einzelnen Ei-
genschaften, worauf diese Mög-lichkeit beruhet. Eine reiche Lni-bildungskraft und cm lebhafter «Witz sind Anlagen zur Dicht« ikunst; und wer sie bat, der hat !Fähigkeit zu dieser Kunst. — 'Wer eine Geschicklichkeit soll fa,Heu oder erhalten können, biydem müssen die dazu erforderlichen iEigenscharc» bereits voran oderzum Grunde liegen,falle». Sinken. Stürzen,ü. Sick »ach uir-en bewegen- V. >Sinken druckt bloß aus, daß ^ein Körper sich nach einem nie- jdrigcrnOrte bewege; Fallen !setzt den Begriff hinzu, daß er ! ,von seinem Halruug-punkte ge-trennt sei). Die Zweige eines 'Baumes sinken herab, wenn sievon der Last ihrer Früchte nieder- >gebeugt werden, sie fallen her-ab, wenn sie von dem Baume ab-gebrochen sind. Auf diese» Unter« jschied gründet es sich auch, daß iSinken, wenn es ohne Bcysatz -gebraucht wird, den Ncbenbegrifseiner langsamen Bewegung hat,Fallen hingegen nicht. Demi «er» Körper, der von seinem Hal-ttiiigspunkle gänzlich getrennt ist,bewegt sich geschwinder nach na«tc».— Die angegebene Verschie-denheit zeigt sich auch in dem un-eigentlichen Gebrauche. Der Cre-dit eines Kaufmanns ist gesun-ken, wenn er bloß niedriger oder ^geringer geworden ist. Er ist ge- ,fallen, wen^ er anfgchört bK, ^weil er seine Haltungspunkre ver- lloren hat, welche in der guten ,Meynlliig von dem Vermögenund der Redlichkeit des Kauf-manns bestehen. Stürze» bat !bcn Nebenbegriff d.r Plötzlichkeit,und