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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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stakt. Menn also mir die nämli-che Sacke mehrmals wiederholtist/ so kann vielfach/ aber nichtvielfältig gesagtwerden. Sindmeine Kornfelder oft durch Hagel-schlag zerstört worden/ so habe ichvielfachen Schaden gelitten.Wenn mir aber Hagelschlag/ Über-schwemmungen/ Feuersbrünste u.d. gl. Schaden getba» haben; sohabe ich vielfältigen Schadengehabt. Da dey den Znsam,mensetzunaen mit bestimmten Zahl-wörtern eigentlich nur die A- zahlin Betracht aezogen w rd; so kom-me» die mit Faltig immer mehrausier Gebrauch. Man sagt nichteine dreyfal tige Schnur- son-dern eine dreyfackc.

Faccio». parrev. Rotte.U- Eine Menge M-uschen, die zueinem Zwecke zosammenstimmen.D. Eine Partei) kann einen er-laubten Zweck haben und sich er-laubter Mittel bedienen. Rot-ten und Facti 0 nen hüben un-erlaubte/ besonders politischeZwecke, oder gebrauchen unerlaub-te Mittel. Die Partei) inFrankreich/ welche den Herzogvon Orleans auf den Thron setzenwollte/ war eine Factio».Ursprünglich hat Rotte gewiß«ine gute Bedeutung gehabt / undvorzüglich den Begriff deSZusam-menseyus bezeichnet, so wie nochjetzt das verwandte Rudel voneiner Menge sich zusammenhallen-der wilder Thiere gesagt wird.Eben so hat auch Facti on ur-sprünglich eine gute Bedeutunggehabt, und den Begriff des ge-meinschaftlichen Handelns aus-gedruckt. Allein bu) bepden Wör-ter» ist die böse Bedeutung schon

lange herrschend geworden. IhrUnterschied liegt in folgendem:i) eine Faction hat Zwecke,die den Staat oder die höchste Ge-walt betreffen; eine Rotte kannauch andere Zwecke habe». Wennein Haufen Gesindel zusammen-lauft, um die Bäcker zu zwingen,das Brod wohlfeiler zu verkaufen;so ist das eine Rotte aber k<meFaction; r) eine Factionist eine Vereinigung Mehrerer dieeine gewisse Einrichtung, eia Ober-haupt und solche Mitglieder haben,die einander bekannt sind. EineRotte kann auch ein bloß zu«sammeugelaufener Haufen ohnealle Ordnung seyn, wovon Wenigeeinander kennen, ob sie gleich Allezu Einem Zwecke handeln.

Fade» Faser. Zaser, ü. Di«senrern Tbeile eines Gewebes. V.Sofern dieselben eine beträchUiche»re Lauge haben, werden sie Fa-den genannt; sofern das nichtist, heißen sie Fasern. EinStück Lciinvand besteht aus F ä,de». Wenn es zerrissen und zer-zupft wird, so löset es sich in Fa-ser» auf. Bei) Naturgcwe-ben heißen die feinste» Lheile Z a-sern, dir in dem Gewebe derLebenswerkzeuge Fibern genanntwerden.

Fähigkeit. Vermögen, si.Pradlcat», die einem Amge in sofern zukommcn, als eS etwaswirke» kaust. V. Vermöge»zeigt bloß an: daß eS der Kraftdes Dinges möglich fcy,eine gewisse Wirkung b.rvorzu-bringcn. Fähigkeit aber be-zeichnet eine solche Beschaffenheitdes Dinges, wodurch seine Kraftim Stande ist, gewisse THätigkei-2 ""