Ede
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Wer das nämliche gegen seineFeinde thur, der handelt groß-mükhig.
Edel Adelich. ü. Wer sichdurch einen hoher» Werth vonAndern unterscheidet. V. Aderlick geht auf den äußern Werth,welcher in de» Vorzügen einesdurch Geburt ererbten Standesbesteht; Cdcl auf Len inner»Werth (S.d. vor. Art.).— Ur-sprünglich waren beide Wörtervöllig gleichbedeutend. Adelichbezeichuete auch die iuue>n, sitt-lichen Vorzüge» weil die sittlicheCnltur fast ausschließcnd bcydem Geburtsadcl «»getroffen wur-de , und der übrige Theil der Na-tion durch Sklavercy herabgcwür-digt war. Seitdem es aber au-ßer dem Geburtsadel frepe Men-schen giebt, hat man zwischenLen äußern Vorzügen der Geburtund den inner» der Gesinnungenunterscheiden muffen; und manhat die letzter« durch Edel unddie erster» durch Adelich be-zeichnet.
Ehre. Ruhm. st. Das vor-tbeilkaftc Urtheil Andrer überLe» Werth eines Menschen. V.Ruhm ist der höhere Grad. Esbezeichnet eine weit ve> breiteteEhre. Wer bloß seinen Haus-genvffen, oder den Bürgern sei-ner Vaterstadt vcrrheilhaft be-kannt ist, hat Ehre, aber »ochkeinen Ruhm. Wer aber in vie-len Städten, in einem ganzenLands, oder in mehren, Ländernvorrheillraft bekannt ist, der hatM uhm. — Ehre kommt wahr-sch inlich her von Eher, und be-zeichnet also den Instand derer,die Andern vergehen. Ruhm
Ehr
hingegen scheint mit Ruf undandern zu diesem Stamme gehö-rigen Wörtern verwandt zu sey»,welche iusgesammt anzcigen, daßei» Mensch einer großen Mengebekannt sey-
Ehrerbietung. Ehrfurcht,ü. Wirkungni des Eindrucks, dendie höhere Vollkommenheit einesWesens auf uns macht. V. Ehr-furcht ist das innere Gefühl derAchtung für ein solches Wesen;Ehrerbietung bezeichnet dieäußern Handlungen, woonrch wirdieses Gefüh! zu erkennen ge-ben. — Da Ehrfurcht aufein Gefühl von Furcht hinwei-set; so bezieht es sich eigentlichnur auf solche Wesen, die durchihre Macht, oder ganz ungewöhn-liche Größe des Verstandes unddes Characters über uns erhabensind.
! h r l i e b e. Ebrbegierde.Ehrgeiz. Ehrsucht. u.Das Verlangen Ehre zu genießen.V. Die Ehrliebe ist der ge,mäßigste Grad dieses Verlangens.Sie schätzt die Ehre hoch, undsucht sie durch »utadclhaftes Be-tragen unverletzt zu erhalten.Ehrbegicrde ist der nächst hö-here Grad. Sie strebt, durchimmer neue Mittel die Ehre zuvergrößern. Der Ehrgeiz strebt»ach den äußern Zeichen der Ehre,sucht unaufhörlich mehrere undgrößere zu erlange» und Andredavon anszuschließen. — DaSucht mir Seuche verwandtist, so bezeichnet Ehrsucht einVerlangen nach Ehre, das sostark ist, daß es eine Krankheitder Seele ausmacht; das alsonicht bloß im höchsten Grade quä-lend