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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Ede

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Wer das nämliche gegen seineFeinde thur, der handelt groß-mükhig.

Edel Adelich. ü. Wer sichdurch einen hoher» Werth vonAndern unterscheidet. V. Aderlick geht auf den äußern Werth,welcher in de» Vorzügen einesdurch Geburt ererbten Standesbesteht; Cdcl auf Len inner»Werth (S.d. vor. Art.). Ur-sprünglich waren beide Wörtervöllig gleichbedeutend. Adelichbezeichuete auch die iuue>n, sitt-lichen Vorzüge» weil die sittlicheCnltur fast ausschließcnd bcydem Geburtsadcl «»getroffen wur-de , und der übrige Theil der Na-tion durch Sklavercy herabgcwür-digt war. Seitdem es aber au-ßer dem Geburtsadel frepe Men-schen giebt, hat man zwischenLen äußern Vorzügen der Geburtund den inner» der Gesinnungenunterscheiden muffen; und manhat die letzter« durch Edel unddie erster» durch Adelich be-zeichnet.

Ehre. Ruhm. st. Das vor-tbeilkaftc Urtheil Andrer überLe» Werth eines Menschen. V.Ruhm ist der höhere Grad. Esbezeichnet eine weit ve> breiteteEhre. Wer bloß seinen Haus-genvffen, oder den Bürgern sei-ner Vaterstadt vcrrheilhaft be-kannt ist, hat Ehre, aber »ochkeinen Ruhm. Wer aber in vie-len Städten, in einem ganzenLands, oder in mehren, Ländernvorrheillraft bekannt ist, der hatM uhm. Ehre kommt wahr-sch inlich her von Eher, und be-zeichnet also den Instand derer,die Andern vergehen. Ruhm

Ehr

hingegen scheint mit Ruf undandern zu diesem Stamme gehö-rigen Wörtern verwandt zu sey»,welche iusgesammt anzcigen, daßei» Mensch einer großen Mengebekannt sey-

Ehrerbietung. Ehrfurcht,ü. Wirkungni des Eindrucks, dendie höhere Vollkommenheit einesWesens auf uns macht. V. Ehr-furcht ist das innere Gefühl derAchtung für ein solches Wesen;Ehrerbietung bezeichnet dieäußern Handlungen, woonrch wirdieses Gefüh! zu erkennen ge-ben. Da Ehrfurcht aufein Gefühl von Furcht hinwei-set; so bezieht es sich eigentlichnur auf solche Wesen, die durchihre Macht, oder ganz ungewöhn-liche Größe des Verstandes unddes Characters über uns erhabensind.

! h r l i e b e. Ebrbegierde.Ehrgeiz. Ehrsucht. u.Das Verlangen Ehre zu genießen.V. Die Ehrliebe ist der ge,mäßigste Grad dieses Verlangens.Sie schätzt die Ehre hoch, undsucht sie durch »utadclhaftes Be-tragen unverletzt zu erhalten.Ehrbegicrde ist der nächst hö-here Grad. Sie strebt, durchimmer neue Mittel die Ehre zuvergrößern. Der Ehrgeiz strebt»ach den äußern Zeichen der Ehre,sucht unaufhörlich mehrere undgrößere zu erlange» und Andredavon anszuschließen. DaSucht mir Seuche verwandtist, so bezeichnet Ehrsucht einVerlangen nach Ehre, das sostark ist, daß es eine Krankheitder Seele ausmacht; das alsonicht bloß im höchsten Grade quä-lend