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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Glatte stöbet dem Rauhen, sowie das Ebne dem Höckenchtenund Erhabenen entgegen. Ernmit groben Sandsteinen gepfia-sterter Weg kann ganz ebenseyn, und ist doch nicht glatt;und ciu u »ebner Weg, derüber Anhöhe» gebt, kann glattseyn, wenn er mit EiS überzogen >ist.

Echt. wahr. Recht, u. WaSnicht bloß ein gewisses Ding zuseyn scheint, sonder» auch ist. D.Wahr bezeichnet Liesen Begriffsügcmei»; Echt deutet auf denNcbcnbeariff: daß das Ding dieVollkommenheiten und den W rthhabe, die einem solche» Dinge,als es zu seyn scheint, eigen sind.Das W ahre ist dem Scheine«No demFalschcn, das Ecktedem Unechten und Schlech-te» entgegen gesetzt. Von künst-lichen Perlen sagt man: es sindschlechte Perlen, sie sind nichtecht. Hingegen: da- scheintschwarz zu seyn; es ist aber dochkein wahres Schwarz, sondernBlau- Recht wurde ur-sprünglich nur von der Bewegungund Ausdehnung gebraucht, undda ist es das, was die gehörigeRichtung hat. Der rechteWeg ist derjenige, welcher dahiuführt, wohin man will- Davonist der Ausdruck auf die Mittelüberhaupt übergetragen, die manrechte oder Unrechte nennt,je nachdem sie zum Zweck führen,oder nickt. Wer aber zur Er-reichung seines Zwecks ein un-rechtes Mittel auwendet, derthut cs doch in der Meynuug,daß es ein wahres Mittel sey.Daher ist denn überhaupt das

Unrechte das vermeynteWahre, und Recht ist alles,was wahr, aber nicht bloß »er-mcyntlich wahr ist. Er hat dieStelle unrecht übersetzt, wenndie Übersetzung, die er für diewahre gehalten hat, nicht diewahre ist.

Lcke. Winkel, ü. Das» wasentsteht, wenn Linien in einemPunkte, oder Flächen in einerLinie zusammen laufen. D. DerWinkel ist inwär.t«, die Lckeauswärts. Ein Triangel hatauswendig an seinem Umfangedrey Ecken und inwendig dreyWinkel.

Edel. Edelmut hig. Groß-würdig. v. Diese Veyworterbezeichnen einen böbern Grad dersittlichen Größe. V. Edeldruckt diese Größe allgemein aus;Edelmütbig u»d Großmü-thig bezeichne» sie, sofern siesich in wohlwollenden Gesinnun-gen und Handlungen äußert.Das Edle steht dem Gemeinenund Niedrigen entgegen. Es istEdel, sich auch das reizendsteVergnügen zu versagen, sobaldes nur im mindesten der Pflichtentgegen ist. Denn dazu gehörtStärke deS freyen Willens, alsosittliche Größe. Edelmü-thig und Großmüthig un-terscheiden sich dadurch, daß dasletztere den höher» Grad ausdrückt.Dieser aber findet statt, wennman gegen diejenigen edelmü-thig handelt, von denen mauempfindlich beleidigt ist. Wersein liebstes Vergnügen aufopfcrt,um in der Stille und ganz uner-kannt einem Unglücklichen zu Hel-sen r der handelt edelmütbig.

Wer