Druckschrift 
Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
93
Einzelbild herunterladen
 

Dün

Dur

Papiere in Verwirrung gera»thcn sink, wen» sie so in Unord-nung gekommen sind, daß mandas Zusammengehörige nicht mehrgehörig unterscheiden kann. Inder philosophischen Sprache heißteine verworrene Vorstellung:(iclsa corttuia) eine solche, diezwar nicht deutlich, aber dochauch nicht duale! ist.

Dünkel. Eigendünkel. Ein-bildung. ii- Eine irrige Mey<yung, die jemand von seiner Voll-kommenheit hat. V. Einbil-dung druckt diesen Begriff amallgemeinsten aus. Dünkel setztdea Nebenbcgriff hinzu: Laß derEingebildete denke, seine Voll-kommenheit sich groß genug, amalles damit auezurichten, und be-dürfe keines Zuwachses. Ei-gendünkel sitzt außerdem »ochhinzu: daß der Eingebildete denke,seine vermcpnte Vollkommenheitfey ihm allein eigen. Wen»ein uncrfahrner Jüngling, dereben die Schule verlassen hat,die Wissenschaften schon inne zuhabe» glaubt, wovon er die er-sten Elemente erlernt hat, oder,wen» er en Kcnntniffeu, die erwirklich hat, einen höhern Werthieylegt, als er sollte; so ist ereingebildet. Wenn er nunausserdem noch die ferner» Beleh-rungen verschmäht, Iv-il er sicheinbildct, daß sei» Wissen schonbiurciche; so hat er einen Dün-kel; und wenn er endlich »ochsich einbildet, daß ihm niemandgleich komme, daß er alles bessereinsehe, als Andre, und deshalbmit Verachtung auf Andre herab-sicht, so ze^gt er einen Eigen-dünkel, der gewöhnlich erst

durch mehrere schmerzliche Erfah-rungen geheilt wird,- die ihm zei-gen, wie wenig seine vermeynteWeisheit zu bedeuten habe.

)n»st Br ödem. u. Dünneelastische Flüssigkeiten, die durchKalte verdichtet und in liguideverwandelt werden könne». (S.Ausdünstung u s. f.) V. Bro-deln ist ein sichtbarer Dunst, deraus einem warmen Körper auf-steigt, und bat ursprünglichwahrscheinlich den sichtbaren Arhemder Tbicre bedeutet. Durcheine Metonymie ist die Bewegungdes kochenden Wassers, wobei)Vrodem entsteht, Brodelngenannt, wovon Sprudeln dieVerstärkung'ist.

iurchbringen. verrhun.Verschwenden. Vergeu-den. U. Sein Eigcnthum aufeine tadelhakte Art verbrauche»oder weggcben. V. Derthunbezeichnet bloß das Weggeveuoder Verbrauchen seines Eigen-thums , auch dann, wenn es aufeine uutadelhaste Art geschieht.Durch bringen hat den Ne-benbcgriff: Laß man sei» Eigen-thum durch das Verthun an An-dre bringe (unter die Leutebringe). Verschwend esu zeigtan, daß »ran mehr verrhue,oder verwende, als mau sollte;und Vergeuden (wah>lchcin-llch von 6-uclere) hat den Neben»begriff einer lustigen Gcmüthsart,welche im Taumel des Vergnü-gens verschwendet (wie das ge-meine Verjubeln). Wogar kein Nutzen davon erwanetwerden kann, da ;st es schon zuviel, wenn man auch nur etwasverwendet. Daher bedeutet Ber-sch w e n -