Dun
Dun
weil es Empfindung voraus setzt.Die Eisfelder um den Nordpolleiden cs nicht, daß ei» Schiffdemselben bis auf io Grad nahekcmme. Hier kan» man nichtdulden sagen.
Dunkel. Düster. Finster,u- Diese Wörter bezeichne» einenMangel des Lichts. V. Fin<sterniß steht dem Lichte cutge-gen. Daher deutet Finster aufeinen gänzlichen Mangel desLichts; Dunkel und Dusternur auf einen gewisse» Grad die-se« Mangels. Ein dunklesund düstres Zimmer ist ein sol-ches , worin man, auch bey Ta-ge, nicht gut sehen kann. Selbstvon einem Lickte wird gesagt: daßes düster oder dunkel bren-ne- Der Mangel des gehöri-gen Lichts hat aber theils die Wir-kung, daß wir die Gegenständenicht gehörig unterscheiden kön-nen, theils auch die, daß eruns traurig macht, und Furchterregt. Auf das erste bezieht sichDunkel, auf das andere Dü-ster. Wenn die Nacht cinbricht,so wird cs in einem abgelegenenWalde dunkel und düster;bas erste, so fern mau dariu nichtmehr scheu kann; das andre, so-fern der Aufenthalt darin Schwer-mnth uns Grauen erregt. —Dieser Unterschied liegt auch bey-er »»eigentlichen Bedeutung zumGrunde Dunkle Gedanken ha-ben nicht das gehörige Lucht, undsind daher nicht verständlich Dü-stre Gedunsen sind schwermülhige,und erregen schwcrmüthige Em-pfindungen. Diese letztcrn abermüssen nicht uotbweudig dun-kel, sic sonne» auch sehr ver-
ständlich seyn; so wie umgekehrt. die dunkeln Gedanken nichtgerade schwcrmüthige zu seygbrauche».
Dunkel. Trübe- st. Was nichtLicht genug hat. V. Sofern die-ser Zustand eines Dinges daherrührt, weil es au dem-nöthigeaLichte fehlt, wird dunkel ge-sagt. Trübe wird das Ding ge-nannt, wenn es undurchsichtigeTheile hat, welche die Verbrei-tung des vorhandenen Lichtethindern. Die Nacht istdunkel:ein Tag ist trübe, wenn dickeWolken und Nebel die Verbrei-tung des Sonnenlichts hindern.—So wird Trübsinn derjenigeGemüthszustand genannt, woGram und Kummer die Seelegleichsam umwölkcu, und dasLicht der Freude verhindern, sichin derselben zu verbreiten.Dunkel. Undeutlich. Ver-wirrt oder Verworren, ii.Sofern Liese Ausdrücke von derErkenntniß gebraucht werden, be-deuten sie den Mangel an Deut-lichkeit. V. In völliger Dunkel-heit sieht man die Gegenständegar nicht; bey schwachem Lichteficht man sie zwar, kann aberihre Merkmale nicht unterschei-den. Daher beißt eine Vorstel-lung dunkel, wenn man sichderselbe» gar nicht bewußt ist,wenn man sie gleichsam gar nichtwahrnimmt. Undeutlich ist siewenn man sich ih' cr zwar bewußtist, aber ihre Merkmale nicht un-1ersch:iden kann. — Verwor-ren find Vorstellungen alsdann,wenn sie undeutlich sind aus Man-gel an Ordnung; so wie in dereigentlichen Bedeutung, z. B>
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