Dre
Dul
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noch etwas von dev voriqcn Nie» eine größere Zartheit der Scham»deracscklagenheit mit ciumischt; Hastigkeit und des Ehrgefühls er»so bezeichnet Getrost einen ge» warten.
ringern Grad des Mukhs, als Dreck. Roth. Schlamm.
Dreist. Auch wird eben darumdas erstere Wort von dem Mutheim Leiden gebraucht.
Dreist. Lühn. ü. Wer sichnicht fürchtet, etwas zu thun.V. Sofern beyoe Wörter unter«schieden werden, bezeichnet daserste die geringern, und das an«dre die Hökern Grade der Furcht»losigkeir. Um tu einer vornehmenGesellschaft nicht blöde zu scyn,dazu wird schon eine gewisseDreistigkeit erfordert, abernoch.keine Kühnheit.
Drehst. Frech, ü. Wer sichnicht fürchtet, etwas z» thun,wobey er besorgen muß, ungün»stig beurtheilt zu werden. V.Wer sich darum nicht fürchtet,dergleichen zu thun, weil er indem Bcwußtseyn, keinen Tadelzu verdienen, das Urtheil Andrernicht scheuet, der ist dreist.Wer sich aber darum nicht furch»tet, es zu thun, weil er gegenEhre und Schande gleichgültigist, der ist frech. Wer sich «ic»mals fürchtet, seinem Dorgcsctz»ten unangenebme'Dinge zu sagen,wenn die Pflicht es erfordert, derist dreist. Wer sich nichtscheut, in einer anständigen Ge»fcllsckaft etwas zu sprechen, dasdie Schamhaftigkeit beleidigt,weil es ihm gleichgültig ist, wasman von ihm denke, der istfrech. — Manches, was beydem männlichen Geschlecht« nochanständige Dreistigkeit ist,beißt bey dem weiblichen schonFrechheit, weil wip.bey diesem
ü. Durch Wasser weich gewordeneEroe- V Ist es eine Erde, diedas Wasser mir sich fortgetra»gen und dann abgesetzt hat, soist es Schlamm. Ist cs eineErd«, die durch Regen oder ge«schmolzenen Schnee weich gcwor»den ist, so ist ,s Dreck undKoth. Diese beydcn Wörter un»terschciden sich dadurch, daß taSerste unedlrr ist. Denn Dreckscheint ein Koth zu sey», derdurch längere Ze,r mehr zertretenist, und daher tbeils leichterspritzt und besudelt, theils auchdurch die längere Zeit stinkenderund ekelhafter geworden ist. —Ursprünglich scheine» daher auchdie Ercrcmente der Thiere nurDreck geheißen zu habe», undcs ist bloß ein Euphemismus,wenn man statt dessen Kothsagt.
dulden. seiden, ü. Etwasnicht hindern. — Sonststimme»Liese Wörter auch noch i» einerandern Bedcntmig überein. (S-Ausstchcn u. s-f-) V. Leidendruckt bloß im Allgemeinen aus,daß man etwas nickt bindere, oh«ne anznzeigen, ob, dies ein übelsey, oder nicht. Dulde» aberheißt, etwas nicht hindern, wasman als ein übel empfindet- Ichkann cs nicht leiden, daß duso viel für mich aufopfcrst, undkann es nicht dulden, daßmeine Feinde mich so beschim-pfen. — Leiden wird daherauch von leblosen Dingen gcsagt:dulden aber eigentlich nickt,
weil