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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Bet

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lich, sofern sie auf die Sinnewirkte, und dadurch ihr wah-res Seyn zu erkennen gab; undlegte ihr dagegen ein Da seynbey, sofern sie in einem gewissenOrte war. Ein Bestehen(lubsisrertti-) ist eigentlich dasDa seyn einer Substanz, undinsonderheit das fortdauernde D a-seyn derselben.

Bestürzt. Betreten. Be-2rroffe». Verlegen. u.Wer unfähig ist eine Entschlie-ßung zu fasten, wegen einer Ver-wirrung seiner Vorstellungen, dieaus einer Anwandlung von Furchtentsteht. V. Verlegen ist,wer sich durch etwas gleichsamumlegt oder umringt steht, dasihn besorgt macht, und woraus ersich nicht gleich zu helfen weiß.Man ist verlegnen in einer Ge lsellschaft von Damen, die manunterhalten soll, wenn man seineUnfähigkeit dazu fühlt und des-halb zu mißfallen besorgt.Betreten ist, wer sich gleich-sam von einem Tritte gebeugtfühlt, und sich nicht gleich wiederaufrichten kann. Dies Wort istalso stärker a!-- das vorige. Wemunvermuthet ein strafbares Ver-gehen Vorbehalten wird, von demer glaubte, daß cs unbekannt sey,der wird betreten. Betrof-fen bezieht sich auf das Plötz-liche uud Unerwartete in der Er-scheinung dessen, wodurch man in-en Zustand der Verwirrung undängstlichen Unentschlossenheit ge-fetztwird. So ist der betroffen,dem in einer Gesellschaft ganz un-erwartet eine Beleidigung wider-fährt , die ihn so in Verwirrungsetzt, daß er nicht gleich weiß,

was er davon denken, und wozuer sich entschließen soll. Be-stürzt ist derjenige, auf dengleichsam eine Last plötzlich herab*stürzt, und ihm den Untergangdroht. Dieser Ausdruck ist alsoder stärkste. Wer iu der Nachtdurch ein Getöse aufgeweckt wird,und sein Zimmer iu Flammen sieht,der ist bestürzt.

»esuchen. Aufwarrcn. ü.Ans Höflichkeit oder Freundschaftzu jemandem kommen. V. B e su«chcn 1-at weiter keinen Nebcn-bcgriff; Au sw arten aber denNebenbcgriff der Ehrerbietigkeit.Wir besuche:! diejenigen, dieunseres Gleiche», oder die niedri-ger sind, als wir. Den Höher»machen wir, unsere Aufwarrt I! » g.

errachren überlege». Er-wägen ü. Seinen Verstand miteinen, Gegenstände beschaffkigen.D. Da Trachte» auch dieThä-tigkeit der begehrenden Kraft an-zeigt (S. sich Bemühen, Trach-ten); so bedeutet Betrachte»jede Beschäfftiguug der denkendenKraft, cs mag dabcy die begeh-rende zugleich mit bcschäfftigr sey»oder nicht. Ueberlegen undErwägen werden zunächst ei-gentlich von dem Verstände gesagt,wenn er berathschlagt, was z»thun sey; hicrnachst aber auchüberhaupt, wenn er irgend einenGegenstand deutlich zu erkennensucht. Ueberlegen zeigt an, daßer den Gegenstand von allen Sei-ten betrachte, und Erwägen,daß er die Wichtigkeit dessel-ben prüfe. (S- Bedenken, Den-ken u. s. f. und Bedenken, !Er«wägen.) Eine zärtliche Mutter,

die