Bet
74 Beu
Hintergehen weiset auf denNebeubcgriff der Verstellung, wo-durch die Täuschung zu Staudegebracht wird. Wer uns hinter»geht, der gehr gleichsam hin«ter uns herum, um uns seinVorhaben zu verbergen. — Be-ll sie» und Ueberlisten deu-ten auf den Nebcnbegriff: daßderjenige, der uns täuscht, da-durch gewisse Zwecke erreicht. (S.Arglistig u. s. s.) UeberIisteninsbesondere bezeichnet noch dieUebcrlcgenheit desListigen überden andern, der ebenfalls listigist. — Berücken wird eigent-lich von Vögeln gebraucht, diemau in ein Netz lockt, was manhernach zusammenzieht oder r ü ck t.Es bedeutet daher überhaupt je-manden durch Reizungen und Lo-ckungen täuschen, daß er zu seinemSchaden etwas thut.
die ihr Kind mit Liebe betrach-tet und ihre wichtigen Pflichtenerwägt, wird wohl überle-gen, wie sie die Erziehung ein-zurichten habe.
Bekriegen. Täuschen. Hin-tergeben. Beliste». über-listen. Berücken. ü.Bey je-mandem einen Jrrthum Hervor-bringen. V- Tauschen (vonTaujch)heißt bloß bewirken,daß je-mand das Falsche mit dem Wahrenverwechsele oder vertausche;man mag cs in böser Absicht thuu,nicht, und cs mag unengenehmeFolgen für den andern haben oderoder nicht, ki» Maler tauschtmich,wen» er macht,daß ich dasGe-mälde für den dargestellten Gegen-stand selbst halte.— Bekriegen,welches mit Trauen verwandtist, hat den Ncbenbegriff einerfehlgcschlagcncn Erwartung. Wermich in einer erregten Erwartung Beugen. Dsi e g e n. ü. Die ge-
täuscht, dereu Erfüllung ich ihmzutraute, der betrügt mich.Jeder Vetrug ist also eine Täu-schung, aber nicht umgekehrt.Er täuschte wich durch seinenAufwand, daß ich ihn für reichhielt- Ick traute ihm daher undborgte ihm Geld. Aber er hatmich betrogen, d. i. das Geldnicht wieder bezahlt, und michdadurch in meiner Erwartung ge-täuscht. Wenn ein Wandererin der Ferne eine Quelle wahrzu-nehmen glaubt, wo keine ist, soist «getäuscht; wenn er hin-eilt, um sich zu erguickeu, so ister betrogen. Der größte B e-
trug ist der, wobey man ein voll-kommenes Recht hat, die Ersül- SichBeugön. Sick-Bücken,lung seiner Erwartung zu fordern, Neige». Sich Verbeugen.
radcForm einesÄdrpcrs verändern.V Bcydc Wörter sind freilich nurverschiedene Forme» eines Wortes-Aber nach dem jetzige» Sprachge-brauch bedeutet roch Beugennur ein solches Biegen, welchesvon oben nach unten geschieht,wodurch also der Körper niedrigerwird. Ein Reif wird um ein Faßgebogen, aber nicht gebeugt-Der mit Früchten belastete Zweigeines Dri'mes wird niederge-beugt. Darauf gründet sich auchder uungcntliche Gebrauch, daßbey Beuge» auf das Erniedri-gen gesehen wird. Durch Unglückwird der Stolz gebeugt, abernicht gebogen
SichSich
wie in dem vorigen Beyspicle.
Verneigen,
u.
Seinen Kstrpcrdurch