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oder aus Unbekanntschaft mit demGetränke/ ein Glas mehr trinkt,als man vertragen kann. Wersich besoffen bat, der bat sichselbst zu dem Med herabgesetzt,und ist weit verächtlicher, als einandrer Betrunkner. — Be-rauscht kann auch gesagt wer-de» , wenn der gedachte Zustanddurch kein Getränk verursacht ist.Dieses Wort deutet auf keine be>stimmte Ursache hin. Man kannsich Z. V. auch mit Opium be-rauschen; wo sich betrinkenund besaufe» nicht sagenläßt..— Trunken bezeichnetbloß-Hcn erwähnten Zustand, oh-ne auf die Handlung hinzudeute»,wodurch sich der Mensch in den-selben gesetzt hat, wie in de»übrigen Wörtern durch die Vor-sylbe Be geschieht. Daher, weildiese Handlung immer ein Fehlerist, ist auch Trunken daS edelste von diesen Wörter». — Nurdie Heyden letzten Wörter könnenuneigentlich von dem Zustandedesjenigen gesagt werden, derwegen einer inncrn Empfindungoder Leidenschaft seiner Vernunftund seiner Sinne nicht mächtigist- Berauscht von Vergnü-ge», und trunken von Hoff-nung. Der Grund ist, weil dieseWörter n»f keine bestimmte Ur-sache der Verwirrung der Vor-stellungen Hinweisen.
Besorge. Sorgsam. Sorg-fältig. ü. Wer die übel, dieeiner Sache oder Person wider-fahren könnte», ängstlich vorhcr-sieht, und zu verhindern strebt-V- Besorgt und Sorgsambezeichnen mehr das ängstlicheDvrlmsehen der übel; Sorg-
fältig mehr das Bestreben, fiez» hindern. Von den beyden er-sten Wörtern aber druckt das er-ste eine» einzelnen vorübergehen-de», das andre aber eine» fort-dauernde» gewöhnlichen Austaudaus. Besorgt ist der, dem ei-ne Sache- gegenwärtig Gorgemacht. Sorgsam aber ist der,der gewohnt ist, für alles die ge-hörige Sorge zu tragen. De»»die Endfylbe sam zeigt an, daßder Gegenstand zu der Art vonDingen gehöre, denen der Be-griff des Hauptwortes zukommt;daß ihm also dieser Begriff fort-dauernd zukomme. Er ist einsorgsamer Arzt, und trifftdaher den seinen Patienten sehrsorgfältig alle nbthigcn An-stalten. Ich werde ihn dghrr zuRathe ziehe», weil ich jctzt fürmeine Gesundheit besorgt bin.
Bestehe». Scy». D-rse-fn.Wirklichkeit. ü> Diese Wör-ter komme» bloß darin überein,daß sie bas Pradicat auzeige»können, was einen, Dmge zn,kömnit, in sofern es nicht bloßmöglich ist. V- E>n Seyn wirdaber auch dem bloß Möglichen,ja, der bloßen Möglichkeit selbst,ziigcschriebcn. In dem Reichedes bloß Möglichen mag manchesseyn, wovon wir keinen Begriffhaben. Hier ist eine Möglich-keit. — Die übrigen Wörterwerden bloß von dem gesagt, wasnicht bloß möglich ist. Ein sol-ches Ding aber wird entweder alswirkend gedacht, oder nicht.Im erste» Falle wird ihm Wirk-lichkeit, im andern Daseynbcygelegt. Denn ursprünglichnannte man eine Sache wirk-lich,