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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Der

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und gleichsam von selbst den Sin-ncn dargestellt hat.

Beobachtung. Erfahrung,versuch, ii. Diese Wörterkommen in sofern oberem, alssie Handlungen anzcigen, wo-durch wir Dinge vermittelst derSinne erkennen. V> Jedes Er-kennen eines Dinges vermittelstder Sinne ist eine Erfahrung.Beobachtungen sind Erfah-rungen, die absichtlich und mitgrößerer Sorgfalt, bisweilen auchmit künstlichen Instrumente» un-wissenschaftlicher Genauigkeit an-gestellt sind. Versuche sindBeobachtungeu, zu welchen, umsie machen zu können, der Ge-genstand erst durch Kunst in ei-nen gewissen Instand gesetzt wer-den muß. Wenn ich verschiedneKörper i» einen künstlich hervor-gebrachten luftleeren Raum brin-ge, um zu beobachten, obsie gleich geschwind fallen; somache ich einen Versuch. Da-bev kann ich zufällig die Erfah-rung machen, daß ern Kör-per im luftleeren Flaume nichtklingt.

Bergen. Verbergen, ver-hehlen. Verstecken. u.Andern die Kenntniß einer Sacheentziehe». V. Ursprünglich be-ziehen sich diese Wörter auf sicht-bare Gegenstände, u o unterschei-den sich durch die Ärt, wie eineSache den Augen entzogen wird.Geschieht dies bloß durch eineHülle, so ist es Verhehlen.Geschieht es durch ei» Schirm-dach , oder durch eine so feste De-cke, worunter die Sache sicherund geborgen ist, so ist esBergen, und, mit der Ver-

stärkung, welche die Vollendungder Sache anzcigt, Verber-gen. Geschieht eS dadurch, daßman die Sache iu eine tnfe Höh-lung bringt, so ist es Verste-cken. Also V erh e h l e n ist we-niger als Verbergen, und die-ses wieder weniger als Verste-cken. Wer seinen Aufenthaltverhehlt, macht ihn bloß nichtbekannt. Wer sich verbirgt,halt sich an einem Orte auf, woer sicher ist, nicht leicht bemerktzu werden; und wer sich ver-steckt, ist an einem Orte, wo erauch durch Nachsuchen uur mitvieler Mühe entdeckt werden kann,ersten. Platzen U. BeydeWörter werde» gesagt, wenn sichdie Theile eines festen Körpersgcwaltkam trennen. V. Geschiehtdiese Trennung durch etwas ind^> Körper Befindliches, wassich einen Ausgang zu schaffenstrebt; so sagt man Platzen,sonst Berste». Wenn eineMauer einen Riß bekommen bat,so ist fie geborsten. Wenn ei-ne Flasche durch die aus. dem Ge-tränk entwickelte Luft auseinan-der getrieben ist, ist siegeplatzt.ierüchrigr. Berufen Ver-schrien. ch Was eine» ausge-bieiteken Ruf hat- D Beru-fe« druckt bloß aus, daß von ei-ner Sache viel (Gutes oder' Bö-ses) gesprochen werde. Ber ü ch,tigt und Verschrien heißtnur das, was einen bösen Rufhat. Verüchtigtaberiststärker.Demi es schließt den Begriff mitcm : daß der böse Ruf in der Sa-che gegründet sei); welches inVerschrien nicht liegt. Die-ser sonst so wohl berufne MannE r i,,