Druckschrift 
Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

Beg 61 Be g

her Achtung für den Verstorbenenbetrachtet wird, daß man seinenLeichnam nicht Preis gicbt» ohneihn mit Erde zu bedecken; so istBeerdige» edler als Begra,den- Ei» Miffethäter wird »n,tcr dem Galgen begrabe»,aber man sagt nicht, daß er da»selbst beerdigt werte.

Vegrctfcn Einsehen. Der.stehe», ii. Eine deiitliche Vor,stelluilg wovon haben- V. Der»stehen bat weiter keinen Neben«begriff. Es kommt her von V o r«stehen. Denn was vor »uSstebt, Las können wir deutlicherkennen. Durch eine gcwöbnli«che Metonnmie wird aber di« >tr«strchc (das vor u»S Stehe»)für die Wirkung (das deutlich«Erkenne») gesetzt. Bcgrei»fc» fuhrt den Nebenbcgriff: daßman sich deutlich verstelle, wiedie Sache möglich scy. Wer vonder Astronomie gar nichts weiß,der wird es zwar verstehe»,wen» ma» ihm sagt, daß mandie Entfernungen der Planetenberechne» könne, aber er wird esnicht begreifen, weil er keinedeutliche Vorstellung davon hat,wie das möglich sei). Eins««hen, gleichsam in das Inneresehen, führt auf de» Nebenbe«griff einer deutlichen Erkeniitnigvon den inner», verborgenen Be,stimmunge» eines Dinges

Begreifen. Fasse». Ersor»s eh e». Er g»>> »de». si, DieseMditer können gebraucht werde»,»in a»znzeigr, da- ma» eineSache deutlich ei kenne. A. Answelche»N b>»begriff begreifenbinwetle, ist im vorigen Aitikelbemerkt. Fass«« Hai de» Ne»

benbegriff, daß unsere Verstau«deskrafte hinreichen, die Sachedeutlich zu erkennen, so wie wiri» der eigentliche» Bedeutung eineSache mit der Hand fassen»,neu, wenn die Länge des A>msund die Größe der Hand dazubinrcicht, wenn also die Sacheweder zu entfernt »och zu großist. Wir können die Wirkungender Allmacht nicht begreifen,r» sofern wir uuS von ihnen undihrer Möglichkeit keine deutlicheVorstellung machen könne»; e»ssey aus welchem Grnnde es wolle.Wir könne» sie nicht fassen, insofern wir uns aus dem Grundekeine deutliche Vorstellung davonmachen können, weil Misere Ver»standeskräfte dazu nicht hinrei,chen. Erforschen und Er,gründe» deuten auf das Er»kenne» deS Unbekannten und Ver»borge»«». Forschen stammtab von dem Niederdeutschen Vr»,-ben, welches auch Voreeben lau»tet, anS Vor und l eben, heischen,fordern, zusammengesetzt ist, undso viel bereutet, als, jcmandcuvorforder», um Nachricht cinzu»ziehen, oder eine Untersuchunganzustelle». Daker bedeutet Er,forschen: durch Untersuchungetwas Unbekanntes und Derbor,genes erkenne». Mir können nichtalle Kräfte der Natur erfor«scheu, weil sie so verborgen füruns sind, daß wir nicht vernio,ge», sie durch unsere Ilntersuchnn»gen deutlich zu erkenne» Er,gründe» heißt, etwa« vollstä,,,big erso, scheu. Denn lm eigen»«licke» Sinne bedenlet dies Wort:auf de» <»,iib einer Lies«kommen. Im uneigrntliche» muß

es