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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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es also anzeigen; daß man eineSacke bis auf ihre letzten Grunde,also vollständig crforscke. Die Che-mie erforscht die Zusammensetzung der Körper, indem sieLurch ihre Untersuchungen die ver-borgenen Brstandtheile derselbenerkennt. Aber sie kann doch dieseZusammensetzung nicht ergrüneden, weil sie nicht bis ans die al-lerletzten Beftandtheile kommenkann

Begriff. Idee. Vorstel-lung. ü- Das , was durch dieTbatiakeit deS denkenden Wesens,als lolmes, gewirkt wird. V.Durch Vorstellung wird dasganz allgemein und in jedem Fal-le bezeichnet. Das Wort Be-griff bedeutet eine Vorstellung,sofern sie ein Theil oder Elementeines Urtheils ist. Doch verstehetder neueste philoiopdisch- Sprach-gebrauch darunter bloß die allge-meine» Vorstellungen, oder Ver-standesvvrstellungen. Ideen sindbeym Plato» der dieses Wortzuerst gebrauchte, die Vorstellun-gen des reine» Verstandes vondem Wesen der Dinge. Lockegebrauchte dies Wort für alleVorstellungen überhaupt; undKant bezeichnet damit die Be-griffe, auf welche bloß die Ver-nunft durch Schlüffe kömmt, de-ren Objecte aber durch keine mög-liche Erfahrung erkannt werdenkönnen. Der gemeine Sprachge-brauch folgt der zweyten Bedeu-tung, und nennt die Vorstellun-gen überhaupt Ideen, iu sofernsie den Sachen selbst entgegenge-setzt werden. Lui Mahler hat dieIdee von einem Gemählde schonim Kopfe, ehe er die Arbeit an-

fängt, und oft bleibt sie bloß,Idee.

Beharren. Bleiben Vevbleiben. Verharren, ü,Seinen Zustand nicht verändern,V> Bleiben hat weiter keim,Nebenbegriff. Beharre» fügiden Begriff der langer« Dauer«Nd größer« Festigkeit hinzu, wo-mit man in seinem Justan e bleibt.Daß ick bey wemem ,Vorlatz!bleibe, saat man in jedem Falle,wenn ich ih» nickt ändre» auchdann, wenn die Ausführung leicht,angenehm Und ohne Schwierig-keit ist. W»» ick ihn aver «ich!ändre, ungeachtet sich mir Hin-dernisse entgegeni-ellen, deren Be-siegung große Anstrengung undanhaltende, mühvolle Arbeit ko-stet, so beharre ich dabcy,Verbleiben und Verharrenbezeichnen bloß die Verstärkungvon Bleibe» und Behar-ren.

Beharrlich. Beständig.Standhaft, ü. Wer eine»so festen Gemüthscharacter hat,daß er seine Handlungsweise nichtleicht ändert. V- In sofern einsolcher den seiner Handlungsweiseansdaucrud bleibt, heißt er be-ständig. In sofern er durch ge-genwärtige oder zu besorgendegroße übel und Aufopferungennicht bewogen wird, sie zu än-dern, ist er standhaft; undin sofern er sich durch langedauernde, oder immer wieder-kommende Schwierigkeiten oderMühseligkeiten nicht davon ob,bringen läßt, ist er b e barr li Ä-Der Beständige wird nichtalle Aug »blicke andere Geschaffteübernehmen, sonder» Hey de» ein-mal