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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Bef 57 Bef

Daher deutet Gebt et er, auf ei,ne größere Oberherrschaft/ alsBefehlen, und ist daher edler.Der Verliebte neunt seine Geliebteseine Gebieterin und nichtseine Befehlshaber«». Den»cr will sage» : sie könne nicht bloßüber seine Handlungen, sondernüber alles / was er bat und ist/disponiren. Der Köniaistdcr Gerbieter/ der oberste Feldherr nurder Befehlsha ber des Heers.

Befinden. Aufbefinden.Wohlbefinden, ü. Kom-men darin überein / daß sie denGesundheitszustand eines M-n-schen ausdrucken. V. Bef in,den bezeichnet diesen Zustand/ ermag gut oder schlecht seyn- Au frbefinde» steht dem Vcttläarig-seyn entgegen/ und Wohldersinder, zeigt den Zustand einerguten Gesundheit an. Man erkunrdigt sich nach dem Befindeneines Kranken/ nach dem Auf,befinden eines Genesende»/der schon aus dem Bette wieder auf-gestanden ist/ und nach dem Wohl,befinden eines Gesunden.

Beflecken. Beschmutzen.Besudeln. Verunreini-gen. ü- I» oder an eine Sacheetwas bringen/ wodurch sie rrwbroder weniger verdorben wird. V.Verunreinigen von Rein(welches eine Sacke bedeutet/ dienichts/ zu ihr nicht Gehöriges/enthält) unterscheidet sichdadnrch/daß es nicht bloß / wie die dreyersten Wörter/ anzeigt: man habeauf die Oberfläche einer Sache/sondern hauprsachlich auch: manhabe in dieselbe etwas gebracht/wodurch sie verdorben wird. WennWasser mit Materien untermischt

ist/ die es unbrauchbar machen,so ist eS verunreinigt/ abernicht befleckt/ beschmutztoder besudelt. Von den dreyletzten Wörtern ist das letzte dasstärkste/ und das erste das schwäch»ste- Denn besudeln ist mitdemNiederdeutschen Sölen, sichim Schlamme wälzen / verwandt,und bedeutet daher: eine Sacheauf der Oberfläche im höchstenGrade unrein machen. Be»schmutzen sagt weniger. Dennes kommt her von Schwitzen,werfen, und beschmutzt ist al»so das, was mit Unrarh bewor-fen ist. Was aber nur damit be»worfen ist, das ist noch nicht sovoll davon, als was sich darinherumgewalzt hat. Beflecke»sagt noch weniger. Denn ei»Fleck ist jedes abgetheilte Stuckeiner Oberfläche. Wenn mandergleichen an einer Sache her-vorbringt, wenn es auch nichtgerade durch Unrath oder ekelhafteSachen geschieht, wie bey demBeschmutzen, so hat man siebefleckt. -Ei» Kleid kann be-fleckt seyn, ohne beschmutztzu ft^n, wenn man z. B. «urigeTrovten Wein darauf gegossen hat,welche die Farbe verdorben haben.

Bcfreycn. Erlösen. Ree«keil. Ein übel fortschaffcn,das eine Person oder Sache be«krisst. V- Wenn das übel nochbevorstehend ist, so wird Ret,tcn gesagt; Befrei-cn undErlösen, wen» es schon wirk-lich ist; jedoch mit dem Unter,schiede, daß Erlösen (losmache») auf eine Gewalt hindcn,tet, wovon der Erlöset« fest ge«halten wurde. Ei» Arzt retteteinen