per. V. Fell (von psllis) isteine behaarte oder befiederte Decke,UNd wird also eigentlich »ur vonbehaarten und befiederte» Tbie«rcn gebraucht. Man sagt: einSchaaffell, aber nickt: einFischfcll. Haut (im Nie»dersächsisckeu Hut) kömmt wahr-scheinlich her von da ebe-
mals C, Ck und H ohne Unter-schied gebraucht wurden, die AsPiration zu bezeichnen; und be.deutet daher die netzte" mige Decke,die den tdicrischcn Körper, odereinzelne Theile Leffelbea, unmit-telbar umgiebt; auch wenn sienicht behaart oder befiedert ist.Der menschliche Körper, die Kno-chen , das Gehirn u. s. f. find mitHauten, aber nicht mit Fellenumgeben. Balg, welches ur-sprünglich der Bauch ist, bedeutet eigentlich das Feil unter demBauche; kiernächst aber, weilhäufig der Tbeil statt des Gan-zen gesetzt wird, auch das ganzeFell; besonders alsdann, wennder Theil unter dem Bauche derschönste und nützlichste ist; so wieauch v,e Felle, die in ihrer behaartenG stalt nickt gebraucht werden, ge-wöhnlich Häute, die andern aberschlechthin Fell« genannt wer-den. Schaaf fell, Ochsen haut.
Bank. Schemel. Sitz.Stuhl. Sessel, ü. Werk-zeuge zum Sitzen. D. Ein S i tzist jedes Werkzeug dieser Art,es mag aduchtltch zum Sitzen ge-macht seyn oder nicht, mag be-weglich oder unbeweglich, einGanzes, oder nur ein Tbeil vonetwas seyu. Bei einem Stuhleu. s. f. wird der horizontale Tbeil,worauf der sitzende Körper eigent,
lich ruht, im Gegensatz gegen di«Füße und Rücklehiie, im beson-der» Sinne ein Sitz genannt.Eine Bank ist ein Sitz, wor-auf mehrere neben einander fitzenkönnen, scn er nun beweglichoder unbeweglich, absichtlich zumSitzen verfertigt, oeer mcht.Schemel, Stubl und Ses-sel find bewegliche und absicht-lich zum Sitzen verfertwte Werk-zeuge Bey dem Schemel be-steht der eigentliche Sitz auseinem bloßen Brette, welchesaus Stäben, als Füßea, ruht,und bisweilen mit einer Rückleh-ne versehen ist, bisweilen auchnicht. Bey dem Stuhle undSessel ruht der Sitz auch aufFüßen, ist aber nickt ein bloßesBrett, sondern z. B- g polstert.Der Stuhl hat eine Rücklchne,der Sessel nicht.
Zankart Ba starr. Hur,kind Unehliches Lind.Unechtes Lind- ü EinKind, was nicht in einer recht-mäßigen Ehe gezeugt ist. V.Ohne weitern Nebcnbegriff wirddieser Begriff durch unehliche-Kind ausgedruckt. Ein solchesKind heißt unecht, sofern esnicht alle Rechte eines ehelichenhat. Damit sind auch die Aus-drücke: natürliches Kind,Asterkind und Kebskindgleichbedeutend, wovon der letzteveraltet, und der erste aus derfranzösischen in die deutsche Spra-che gekommen ist. V a n k-art bedeutet ebenfalls einjedes Kind, wenns außer demEhebette, dem hier die Bank ent-gegengesetzt wird, erzeugt ist.Bastart aber (von bas, sonstD r auch