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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Bal

Backen. Wangen. U. DieSeite des Gesichts neben der Na»se unter den Augen. V- Wangebedeutet eigentlich nur die äußereOberfläche; Backe hingegen dieganze Masse dieses Tbeiles desGesichts. Daher sagt man z. B.Backenzähne und nicht Wan«genzähue, weil sie. sich nichtan der äußern Oberfläche der Ba-cken befinden. Daher wird auchin der uneigentliche» Bedeutungnur Wange gebraucht/ wennvon Gegenstände» die Rede ist,von denen wir bloß die äußereOberfläche sehen. Des HimmelsWange glüht- Außerdem istWange edler als Backe; theilsweil die äußere Oberfläche desGesichts ein Sitz der Schönheitist, theils, weil sich daselbst man-che Zustande der Seele ausdru«cke», wie z. B. das Schamgefühl.

Lackenstreich. Ohrfeige.Maulschelle, ü. Ein Schlagins Gesicht» D» Der Unterschieddieser Wörter liegt in der nähernAndeutung des Theilcs des Ge-sichts , der durch den Schlag ei-gentlich getroffen wird (Backe,Ohr, Maul). Denn Streich,Feige, Schelle bedeuten ei-nen Schlag (Feige kommt hervon Fegen, schlagen, undSchelle ist ein Schlag, der ei-nen Sckall macht). Außerdemist Ba ckenstreich edler, als diebcytcn ander» Wörter, vielleichtdarum, weil die Bedeutung vonFeige undSchelle nickt mehrso klar ist, als das Wort Streich.

Bah», weg. Straße Pfad,Steig, j.;. Ein Raum, worin«in Körper vonandern kommen rann-

heißt jeder solcher Raum. Daherauch: sich bewegen, einenWeg durchlaufe». Gewöhnlicherkennt man den Weg, der zueinem Orte führt- an den Spu-ren, welche die Fußtritte, Wa-genräder u. s. f. auf der Ober-fläche der Erde zurückgelaffen ha-ben, und nennt daher auch me-tonymisch diese Spuren den Weg.Wo dieselben aüfkören da sagtman, daß sich der Weg verliere:Bahn ist der zubercitcte Weg.Einen Weg bahnen heißt, ihnzubcreiten, daß man darauf fort-kommcn kann. Es ist jetzt keineBahn, will sage»: kein Weg,worauf man bequem lortkvmmenkann. W nn der Weg eines Kör-pers für ihn zubcrcitet und ihmgleichiam angewiesen ist, so wirder insbesondre dieVahn desselbengenennt. Die Bahnen der Pla-neten- Straße (imNiederdeut-schen Sirate, via lixiäiburFrata) ist ein Weg» der befahre»wird, besonders wenn er gepfla-stert, oder sonst sehr kenntlich alsWeg ausgezeichnet ist. Pfadist ein Weg, den Fußgänger ge-macht haben. Steig und Fuß-steig bedeutete ursprünglich ei-nen Pfad über Anhöhen, wo manheraus steigen muß. Jetzt wirdes für jeden Pfad gebraucht, undzwar in der gemeinen Sprechartgewöhnlich, wodurch Pfad ed-ler geworden ist. Steg scheintnur eine aridere Form desWorltsSteig zu fcyn. Hier ist wederWeg noch Steg. So hieß einSteigbügel bei de» Alten auchein Stegreif.

einem Orte zum B «lg. Fell. Haut. ü. DieV. Wcg äußere Decke der rhicrischen Kor-

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