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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
31
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Art

Zr

Ast

Garten gefällt durch den Charak-ter von Bequemlichkeit, Anocbm«lichkcit und Heiterkeit, ohnePracht und Große. Niedlichkömmt von Neid her» welchesehemals überhaupt Verlangen,Begehren anzeigte. Es wird da-her unter andern von Sachen ge»braucht, welche Eßlust erregen.Man sagt: niedlich zugerichte-te Speisen, und versteht daruntersolche, welche weder durch ihreMenge, noch durch ihren starkenGeschmack, sondern durch ihrefeine Mischung gefallen. Nied-! ich ist also das, besten Annehm-lichkeit in der Feinheit seiner Tbstleund in der Zierlichkeit seiner Zu-sammeusctzung besteht. H übschscheint zu dem veralteten und nochim Schwedischen vorhandene» tluk,schickliche Art und Weise (womitauch wvl Behuf verwandt ist)zu gehören. Also wäre sein' ersteBedeutung: Augeniesten, Schick-lich. Das ist ein hübsches Hausfür meine Geschaffte, es istncn Geschafften angeniesten Da-her wird das Wort von allem ge-braucht, was durch das Schick-liche, Angemessene und Regel-mäßige seiner Ferm gefallt. Einhübsches Frauenzimmer ist einsolches, besten Glieder angemesseneFormen haben» und das durchkeine» auffallenden Febler unddurch keine Unregelmäßigkeit inseiner Figur verunstaltet ist.

Arrig. Gefällig. Verbind-lich. st. Eigenschaften in de»Sitte»,, Manieren und Hand-lungen, wodurch man in demUmgänge mit ander» gefallt. V.Artig ist ein Mensch durch dieangenehme Art, womit er alles

tbut. Die Artigkeit erfordertalso einen angenehmen Anstand,ein angenehmes Betragen, undeine feine Vermeidung alles dessen,was mißfallen konnte. Gefäl-ligkeit verhält sich zur Artig-keit, wie der Theil znm Ganzen,und besteht in den Eigenschaften,wodurch ein Mensch den meistengefällt, in uilbefangener Fröh-lichkeit, und Bereitwilligkeit zuDiensten. Sofern etwas Gefäl-liges in der Absicht zu gefallengethan wirb, ist es etwas Ver-bindliches, weil man sich da-durch deu Ander» verbindlichzu machen sucht. Man kann aberetwas Gefälliges an sich ha-ben, ohne alle Absicht, dadurchzu gesallen. Ja! mau kann jeman-dem eine Gefälligkeit auf eine sehrunverbindliche Art erzeigen,wenn man cs B. thut, um ihnseine Abhängigkeit fühlen zu has-sen. Da wir der, Regel nach nurdenen zu gefallen strebe» , die wirachten, so ist das Verbind-liche, waS wir Andern sagen oderthun, ei» Zeichen unserer Ach-tung. Daher gewinnen kleineDienste, die auf eine verbind-liche Art geleistet werden, oftmehr Zuneigung, als die größtenGefalliakeitcu.

Ast. Zacken. Zweig. Reis,st. Lbeile eines Baumes» die vondem Stamme desselben ausgcheuund seine Krone allsmachen. V.Der Ast wächst unmittelbar ausdem Stamme hervor, und hatin diesem seine Wurzel. Wennsich in einem Brette eine solcheWurzel befindet, so sagt mau»es habe einen Ast. Zackennennt man dasjenige, war hernach

wie-