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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Arm

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Zo

Lens bedarf. (Bettelarm isteine Verstärkung der absvtutc»Bedeutung des Wortes Arm;und Arni selig zeigt durch dieEndsulben ciuen Zustand an, derganz aus den Attributen der Ar-mut!) zusammengesetzt ist, undwird auch von Sachen gebraucht,sofern sie Arinuth anzcigen, als:eine armselige Kleidung.)

Armselig, Elend, st. Beidebezeichnen einen Zustand drucken-der physischer übel. V. Elendist jeder, der in diesem Zustandeist; armselig wer sich durchseine Armut!) darin befindet. Ei»Reicher, der an einer unheilba-ren , schmerzhaften Krankheit lei-det, ist ei» elender, aber keinarmseliger Mann.

Arr. Garrung. Geschlecht.Llasse. ü Bezeichne» de»Be-griff eines allgemeinen Dinges,d. i- eines solchen, welches andreDinge unter sich faßt; wie z. V.der AuSiruck vierfüßigesThier ei» allgemeines Ding an-zeiat, indem darunter Pferde,Gchaafe rc. enthalten sind. V.Ein allgemeines Ding, was wei-ter keine allgemeinen, sondernbloß individuelle Dinge unter sichbegreift, heißt Art, was dieArten unter sich begreift,tuog» was die Galtungen untersich begreift, Geschleckt; unsoch allgemeiner istClaffe. DieseNuterschiese liegen nicht sowohlin der Abstammung der Wörter(weswegen auch in der gemeinenSprache nicht darauf geachtetwird) als sie vielmehr durch denGebrauch in der Naturgeschichtefestgesetzt find. Man hat aberüberdies noch die Ausdrücke:

Art

Reich und Ordnung eiligerführt, wovon der erste den näch-sten Grad der Allgemeinheit über,und der andere den nächsten Gradunter Classe anjeigt; dergestalt,daß die Unterordnung von obenherab folgende ist: Reich,Classe, Ordnung, Ge-schlecht, Gattung, Art(wobei) auch Geschlecht wcgbleidenkan», wenn man dieses Mittelgliednicht nbthig bat).

Ai't. Weise sj- Die Beschaf-fenheit der Veränderungen oderZustände eines Dinges, die diesemDinge eigen sind, oder, wodurch eSvon ander» verschieden ist. D.Sofern sie als eine Bestimmungdes Seyns des Dinges betrachtetwird, heißt sie die Weise desDinges (von Wesen, Scyn);sofern sie macht, daß die Anständeoder Veränderungen des Dingeszu einer gewissen Art gehören, istsie die Art desselben. Meine Le-bens art ist einfach, sofern meinLeben zu der einfachen Art gehört;und meine Lebensweise ist ein-fach, sofern Einfachheit des Le-bens eine mir zukommende Be-stimmung, also zu meinem Seungehörig, ist. Art ist lpecies,Weise mostus,

Niedlich. Hübsch.Ü- Was gefallt ohne gerade schönoder erhaben zu seyn- V. Artigkömmt von der Bedeutung desWortes Art her, wonach es einegute Art anzeigt. Er studirt, daßcs eine A r t bat. Er hat keineLebens a r t. Artig ist also das-jenige, was eine angenehme Arthat, ohne auf Erhabenheit uudeigentliche Schönheit Anspruchmachen zu können. El» artigerGar-

G a t, A r r i g.