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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Arv 28 Ar

Iler Thatigkeit, bisweilen mitwehr, als »öthig wäre, auchtvok mit einem unruhigen, anibe-stimmten und unstatcn Wesen.Der Lmsige zeigt durch dasununterbrochene Anhalten, durchden Eifer und durch die Geschwür«digkeit, womit er arbeitet, daßihm die Arbeit am Herzen liege.Der U« verdroß ne unterschei-det sich dadurch, daß er den demlangen Anhalien seiner Arbeitkeinen Überdruß, und keine Lan-geweile zeigt, wenn ihm die Ar-beit auch sauer wird, oder sonstunangenehm ist.

Arg. Böse. übel. Schlimm,ü- WaS Unvollkommenheit ent-halt und wirkt. V Bose undübel unterscheide» sich zuvor-derst dadurch, daß das erste Worthauptsächlich von der Beschaffen-heit der Dinge, das andre aberinsonderheit von Handlungen ge-sagt wird, wie z. V- in Bösar-tig und übelthatig erhellet.Hiernächst, wenn übel von derBeschaffenheit einer Sacke gesagtwird; so druckt cs weniger aus,als Böse (weil sich das letztere,im besonder» Sinne, anf dasmoralische bezieht). Ein üblerNachbar ist nicht so hart als: einLöser Nachbar- Schlimm(von dem alten Schliem oderSckkam, sckics, nberztverchs)hieß ursprünglich eigentlich das,tvaS schwf steht, als wenn >s fal-len wollte, und bedeutet daheralles, was Schaden bringt oderbefurchten laßt- Arg bezeichnetde» höchsten Grad des übel» oderBösen. Daher wird der Teufelauch der Arge gcnanutr undeben darum dies Wort auch zu der

höchste» Stufe der Steigerunggebraucht. Man sagt: das ist zuargr nicht zu übel, zu böse,zu schlimm.

Arglistig. Listig. Ver-schlagen. Verschmitzt.Schla u. st. Wer die Geschick-lichkeit hat, vermittelst einerTäuschung Zwecke zu erreichen.B. Listig bezeichnet den Begriffdieser Geschicklichkeit im Allgemei-nen. Es war eine glückliche Listdes Hamiidal, wodurch er demFabius bcy dem Fribanische» Pas-se entging. In der List gehört so-wohl eine große Geschicklichkeitin Erfindung sinnreicher Ent-würfe, als in der glücklichenAusführung derselben. Wer dieerstere besitzt ist verschlagen,d. s. geschickt zu Anschlägen.Damit ist verschmitzt sehr nabeverwandt; denn es kömmt hervon Schmeißen, welches Werfenund Schlagen bedeutet, wie indem: Schmeiß zu! Dochscheint cs iden Nebenbegriff einerfeiner» List zu enthalten, wozu keinMnth u»d kein Unternehmungs-geist gehören- Daher hat es eineFurbe von Verächtlichkeit, welchedas Wort Der schlagen nichtbat, und wird nur von Feigen ge-braucht- Ulvffes kann verschla«.gen aber nicht verschmitztg;nannt werden. Schlauenthalt vorzüglich Len Begriff dergeschickten Ausführung seiner An-schläge durch künstliche behutsa-me Verbergung der Mittel. Auchkömmt das Wort in solchen Ver-bindungen rsr, wo es dieschicklichkoit anzcigt, die Anschlä-ge Anderer zu entdecken, und ih-nen glücklich zu entgehen. DerFuchs