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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Anz 27

Benachrichtigen und an-zeig e 11 beziehen sich auf bestimm/te Personen, die man benachrich-tigt, oder denen man etwas an-zeigt. Doch mit dem Unter, Aschiede, daß jemand von ei>»er Sache benachrichtigtwird, damit er davon einen ge-wisse» Gebranch mache. Eineverdächtige Person wird der Obrig-keit angezeigt, (damit sie dienbkhigen Anstalten treffe), dieDurchreise einer gleichgültigenPerson wird il>r gemeldet. A n,deuten führt den Begriff mit sich,daß der andere sich nach oem, wasman chm meldet, richten soll,und kann daher nur gesagt werden,sofern de>' Andere uns unterwerfenist. Der Magistrat hat ihm a n-gedeutet, daß er die Stadtverlassen svlle.

Anziehen. Ankleiden. An-legen. ü. Kleidungsstücke aufgehörige Art an den Körper brin-gen- Anlegen (an Len Kör-per legen) wird von allen Klei-dungsstücken, wie auch von demGeschmeide, gesagt. Anziehennur von solchen , die über den Kör-per, oder einzelne Theile desselbengezogen werden. Strümpfewerden angez 0 gen. Schnallenangelegt. Da aber die Stücke,welche bloßer Schmuck sind, meistnur angelegt, nicht an gezo-gen werden; so wird an legenim besonder» Sinne von demSchmucke und von solchen Klei-dungsstücken gebraucht, die zu-gleich zum Schmuck gereichen,und drückt daber etwas Feyerlichcsaus. Ein goldncs Halsband a n,legen. Ankleiden bezeichnetdas Anlegen der ganzen Kleidung

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und aller dazu gehörigen Stücke,wird aber mebr in der e-lcrnSprechart, und im gemeinen Le-ben dafür sich anzieben gesagt,obeic. Geschaffte. Be»sch äfft ig »ng. si. Alle dieseWörter können eine, mit gewis-ser Anstrengung verbundene, ingewisser Absicht unternommene,Lhatigkeit anzeigen. V- EineBcschafstigung aber ist jedeabsichtliche Tätigkeit, wenn sienoch keine merkliche Anstrengungkostet, und bloß zum Vergnügendienen soll- Ein Gescdafst isteine beschwerliche Neschäfftigung,die wir ohne Absicht eines gewis-sen Nutzens nicht übernehmenwürde»; und die Anstrengungder Kräfte dabey ist Arbeit.Daß man bey dem letzten Aus-drucke hauptsächlich nur an dieAnstrengung der Kräfte denke,erhellet auch daraus, daß manauch von Tbicren sagt: sie ar-beiten. Man sagt aber nicht,daß sie sich beschäffthgen, oder,daß sie Geschaffte verrichten,weil sie nicht mit Absicht bandeln,irbcir. Werk. si. Was zu ei-nem gewisse« Zwecke gewirkt ist.V- Sofern bey einem Werke vor-züglich auf die darauf verwendeteMühe oder Geschicklichkeit gesehenwird, heißt eS eine Arbeit.Diese Uhr ist eine vortrefflicheArbeit.

irbeirsam. Geschäfsrig.Ä m s i g. Unverdrossen,ü- Wer gern thätig ist. V. DerArbeitsame sucht Arbeit undbeschäffligt sich viel damit. DerGeschäfftige macht sich vielGeschaffte, bisweilen auch unnö,thige, und verrichtet sie mit vie-ler