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Anst
oder seiner Tdeile, in Ruhe oderin Bewegung» dem Auge Lar«stellt. Hingegen Betragengeht mehr auf das Äußere, wasin den Handlungen liegt. Beydem Anstande kömmt es mehrauf den Körper, bey dem Betra-gen auf die Seele an.
Anständig. wohlanstän-dig Schicklich ü- Wasan einer Person mit dem überein«stimmt» was sie sev» oder thunsoll D. Sckicklicd heißt über-haupt alles» sofern .es zu etwaspaßt, oder demselben augemeffenist. Was für eine Person in so-fern schicklich ist, als sie er» sitt-liches W len ist, heißt anständig.Was überdies auch noch in sofernfür sie schicklich ist, als sic zu ei-nem gewissen Stande gebort, istwohlanständig, oder, demWohlstände gemäß. Wasnicht wohlanständig ist, dasist darum noch nicht u » a u stän-dig. Es kann gegen denWohlstand (unschicklich fürseinen Stand) sevn, wenn einvornehmer Mann seine' Gaste nnrmit einerlei) Wein bcwirtliet, aberetwas Unanständiges (un>schicklich für «in sittliches Wesen)ist eS darum noch nicht. Wasbey einem nickt wohlanstän-dig ist, kann es doch bcy demandern seyn. Wen» ein vorneh,wer Mann in der Nachtmützeüber die Straße gebt, so »st dasgegen den Wohlstand;nickt so, wenn ein armer Tage-löhner das nämlicke tbur. Wasaber unanständig ist (z- B. einschamloses Betragen) ist es füralle ^Menschen; ausgenommen,wenn etwas durch eine Hyperbel
Anst
unanständig «genannt wird,ivaS nur im höchsten Grade ge-gen den Wohlstand ist.Was bey einer Privatperson bloßgegen de« Wohlstand seynwürde, das würde der Majestätei»ks Königs unanständigseyn. Bloß unschicklich kannetwas seyn, wenn es auch an sichselbst weder unanständig, »ochgegen den Wohlstand, ton»der« nur den Umständcn^zickt an-gemessen ist; z. B- an einem hei-ßen Tage mit einem Pelze'erschei-nen.
»ständig. Sittsam. Be-scheiden. Ehrbar, ü.Kommen darin überein, daß siedas ausdrucken könne» , was sitt-liche Mäßigung anzcigt. D. Der-gleichen heißt anständig, so-fern es sich für ein sittliches We-sen schickt; sittsam sc fern esinnere Ruhe oder Selbstbeherr-schung anzeigt , bescheiden,sofern eS keine zu hvkeN Begriffevon uns oder unser» Sache» ver-rät!); und ehrbar, sofern csEhre verdient. Der Sittsamezeigt eine» gewissen Ton der Mä-ßigung in allem, was er sagt undtbnt, und vermeidet alles Heftigeund Ungestüme » wodurch sichunorLentliche Begierden, oderMangel an sittlicher Selbstbeherr-schung ankündigc». Be» demweiblichen Geschleckte gehört dieSittsam keit zu de» vorzüg-lichsten Annehmlichkeiten, weildieses Geschlecht vorzüglich durchSanftheit und Delikatesse gefal-len muß. Der Bescheidne ur-theiit maß g über den Werth sei-ner Person oder seiner Sache»,und verlangt daher auch von An,der»