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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Ans

Anst

sofern ihr ei» großer Werth bei«gelegt wird. V. Ansehen ent-hält den Nebcubegriff, daß mandurch die Achtung für die Sache,oder Person, bestimmt werde,sich nach ihr zu richten. DieBibel steht in großer Achtung,sofern ste für vortrefflich gehaltenwird, und in großem Ansehen,sofern man durch die Achtung,worin sie steht, bestimmt wirs,ihre Lehren anzunehmen, und ihreVorschriften für verbindlich zuhalten. Daher kommt Ansehenauch iu solchen Verbindungen vor,wie: sich ein Ansehen überandere erwerben.

Zn Ansehung. J Absicht.In Rücksicht. I» Betrach-tung. Aus Achtung, ü.Bedeuten, daß man dnrch einegewiffe Vorstellung einer Sackezu etwas bestimmt werde. V-Ist die Sache, durch deren Vor-stellung man wczu bestimmt wird,rin Zweck, so wird i» Absichtgesagt; ist sie eine Ursache, wo-durch mq» bewogen ist, so wirdiuAnschung gesagt; ist sie ei-ne solche Ursache, worauf manweniger sieht, so wird in Rück-sicht gesagt. (Eine Rücksichtgiebt einen geringer» Anblick derSache, als eine Ansicht ) InBetrachtung schließt den Be-griff einer mehrern Überle-gung, und aus Achtung denBegriff der Hochachtung cm. AusAchtung für deine Familie, undiu Betrachtung ihrer zahlrei,chen Verdienste, wie auch in An-sehung deiner Freundschaft fürmich, und zum Theil in Rück-sicht auf die Fürsprache des Ca-jus, habe ich in Absicht auf

die Erfüllung deines Wunschesgetha», was ich gekonnt habe.

Anseyen. Bestimmen. Be«nennen, ii. Sind nur gleich-bedeutend, sofern ste die Bezeich-nung einer gewissen Zeit ausdrn«cken- V- Einen Tag benen-nen heißt bloß: ihm einen Na-men gebe» (z. B. d. ;. Mai),und kann auch ohne weiternZweck gesckchui. Einen Tag a n-sctzen und bestimmen ge«.schiebt immer zu einem gewissenZwecke. Etwas setzen heißt,machtzi, daß es in einem gewiffe«Orte sey. Also ein Tag wird a n-gesetzt, sofern ihm gleichsamein Ort, d. i. eine gewiffe Stellein der Zeit, angewiesen wird. Be-stimmung enthält den Begriffder Aussonderung unter niedrer»möglichen. Also ein Tag wirdbestimmt, sofern gerade dieserLag unter mehrern ansgewähltwird-

A»serze». Anstelle», ü- Ei-nem etwas zu verwalten geben.V- Ansetze» (von Sitzen)deutet auf eine festere und blei-bendere Verwaltung; Anstel-le n (von Stellen, stehen ma-chen) ans. eine kürzere, wenigerfeste. Daher bezieht sich das er-stere besonders auf Grunteigeu-thnm Ich will Colvnistcn an-setze», und habe viele Arbeitera »gestellt, die Häuser baldzu vollenden.

Anstand-. Betragen. ff.Das 'Äußere eines Menschen imUmgänge mit andern. V- An <stand bedeutet mehr dasjenigeÄußere, was sich durch die Stel-lung, den Stand des Körpersoder