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Dienst unterscheiden! sich da-durch, daß das erste Wert haupt-sächlich ein öffentliches, das an-dere aber auch ein Privat-Amtbezeichnet. Ein KammerdienerLat einen Dienst, ein Otficiereine Bedienung. Ein Rich-ter amt aber ist weder einelRich-terdedienung noch ein Rich-terbienst, weil der Richter inseinen Amtsverrichlungen Nie-mandes Willen, sondern uur denGesetzen uulerworfen ist.
Anderen, verehren, st. Ei-ne» hohen Grad von Ehrerbie-tung undBewundrung ausdrücken.V. Anderen bezeichnet denhöchsten Grad, den nur die Vor-stellung der höchsten Vollkom-menheit einflößen kann.
Andreren. An krage». Er-bieren. Anerbieren. st.Unaufgefordert erklären, Laß manzu etwas bereitwillig sey. V- An-bieter, wird in alle», Anträ-gen nur in den Falle» gesagt,wü von etwas Wichtigen» dieRede ist. Ei» Glas Wein an-bietcn, ein Amt antra gen.Daher ist anbieten höflicher,wenn man von sich selbst redet,antragen, wenn man von an-der» redet. Ich habe ihr meineHand angeboren/ sie hat sichmir angetrageu- Erbietenbezieht sich mehr auf die ausgc-druckte Gesinnung, An bietenund Anträgen mehr auf dieHandlung des Ausdruckens. Da-her kann auch Erb.iete» nurvon Personen gesagt werden.Man kann nicht eine Sache, soirrLern nur sich erbieten. Auseben dem Grunde ist auch Er-bieten edler, als Anbieter».
L'llbcim konnte sagen, Minnavon Barnhelm habe sich aroßmü«thig erboten, ihm ihre Hand zugeben. Aber er durfte nicht' sa-gen : sie habe sich angcboti». An-erbieten scheint mit Erbie-ten gleichbedeutend zu seyn.
Anblicken. Erblicken. Bli-ckest. ii> Mit einer schnellenBewegung der Augen sehen. V.Blicken bezeichnet diese Bewe-gung der Augen überhaupt. So-fern wir dadurch einen Gegenstandsehen, den »vir vorher nicht sahen,so erblicken »vir denselben.Sofern »vir die Augen geschwindauf eine Sache richten und siesogleich wieder von ihr abweudcn,so haben »vir dieselbe ange-blickt.
Andacht. Inbrunst, st. Kom-men nur bey dem Gebete in ähn-licher Bedeutung vor, und be-zeichnen eine gänzliche Richtungder Seele auf den Gegenstand des-selben. V. Andacht bedeutetdie Richtung des Erkenntnißver-mögens, daß »vir au die Sacheausschließend denken, In-brunst die Richtung des Degeh-rungsverrnögens, daß die Sachemit innigem warmen Verlangenbegehrt wird. Daher wird auchInbrunst von jedem heftigenVerlangen gesagt. Andachtwird bisweilen uneigcntlich fürdie äußern Zeichen der Andachtdenn» Gottesdienste, und synec-Locdisch für den ganzen Gottes-dienst gebraucht.
DerAndere. Der Zweite,st. Ist ein Gegenstand, der vondem zuerst gesetzte» verschiede» ist.D. DerAndere ist jeder, dernicht der zuerst gefetzte ist. DerZweik