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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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All

Amt

rZ

Äerley von manchen/ oder ei-nigen Arten.

Allgemach. Allmählich,Nach undNach. ü. Nicktzugleich oder auf ein Mal. V-Nach und Nach bezeichnetbloß die Zeitfolgc. Allmäh-lich (von All und Mahl) ge-schieht das, was, durch ci.ii un-merlliches Fortrücken in unend-lich vielen Mahlen, zu Standekommt. Die Tropfen, welchenach und nach ans einen Steinfallen, machen allmählich einLoch in denselben. Allgemach(von Gemach, welches ur-sprünglich stille bedeutet) ge-schieht das, was ohne großeAnstrengung, also nicht schnellund nicht k.ftig, geschieht. Ichkleide mich allgemach an, wennich mich dabey nicht übereile.

Air. Bejah rr. Betagt.Abgelebt. u. Was langeZeit gedauert hat, P. Bejahrtund Betagt wird nur vonMenschen, Alt auch von an»bcrn Dingen gesagt. Betagtaber zeigt ein höheres Alter an,als bejahrt, obgleich ein Tagein kleinerer Tleil der Zelt ist,als ein Jahr. Der Grund liegtdarin, Laß für die undeutlicheErkenntniß die größere Mengekleinerer Tdeile, weil sie unüber-sehbarer ist, die Vorstellung voneiner beträchtlicher» Größe er-weckt, als die geringere, »nddarum übersehbarere Menge grö-ßerer Tbeile. Abgelebt istder, der durch das Alter einebeträchtliche Abnahme seincrKraf-te erlitten hat.

Alk werde». Altern. Ver-alten. ü. In een Zustand

kommen, der durch Alter bewirktwird. V. Alt werden deutetzuweilen ans das bloße Altw, zur>weile» auf die Abnahme derKräfte und der Tauglichk'it ei-nes Dinges zu seiner Bestimmung.Diese letzte Bedeutung alleinwwd durch Altern bezeichnet. EinMensch kann hundert Jahr altwerden, wenn er auch viel frü-her zu altern ansäugt Ver,alt et ist das, w-as Lurch dieLänge der Zeit ausgchört hat,das zu scyn was cs war; wieeine Mode, die aufgchörr bat,Mode zu seyn.

All. Veraltet. Alkväre«risch. A l rer r h üm e r. ü.Was lange Zeit gedauert hat.V. Alt reutet ans die bloße Län-ge der Dauer; Veraltet aberdaraus, daß die Sache durch dieLänge der Jett außer Gebrauchgekommen ist, und altvate-risch darauf, daß sic dem je-tzigst G.schmacke gar nicht mehrgemäß ist. Alterthüme r sinddie Dinge, die aus den alten Zei-ten herrüdrcn.

Amr. Bedienung. Dienst.Stelle, ü. Verhalt!,iß dessen,dem ein fortdauerndes Geschäftübertragen ist. V. Amt bi zie-het sich hauptsächlich auf die über-nommenen Verrichtungen selbst,als Predig er amt, Richter-amt. Sofern ich in diesen Ver-richtungen dem Willen eines An-dern unterworfen bin, ist meinAmt ein Dienst, oder eine B erdienung, und sofern mir meinAmt eine» bestimmten Wirkungs-kreis giebt (gleichsam einen L)rt,Wo, ich, wirke) beißt eS eineStelle. Bedienung undDienst