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Mylord Durchlaucht : Lustspiel in einem Aufzuge
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aus der Ferne beobachteten und mit Ihrem Freunde zumGegenstände Ihres Spottes machten.

Weilburg. Das haben Sie gesehen? — und weiter,mein Fräulein —

Elten. Diese Schwäche haben Sie benutzt, um durchihre eben stattgehabte Prinzencomödie meinen Vater dortauf jenen Felsen und meine Mutter unten an das Uferdes Sees zu schicken.

Weilburg. Wenn Ihnen denn doch nichts verborgenbleibt, so müssen Sie auch den Zweck erkannt haben, wegendessen das Alles geschehen.

Ellen. Der Zweck heiligt niemals die Mittel.

Weilburg. Auch nicht in der Liebe?

Ellen. Mein Herr!

Weilburg. Ja — Miß Ellen — ich spreche vonder Liebe. Wenn eine wahre und aufrichtige Liebe keinanderes Mittel fände, als einen frommen Betrug?

Ellen. Dann müßte die Liebe wahr und aufrichtig— und der Betrug fromm sein.

Weilburg. Warum halten Sie das bei mir für un-möglich ?

Ellen. Weil das, was Sie gethan haben, vomgrößten Feinde der Liebe eingegeben ist.

Weilburg. Und dieser größte Feind der Liebe?

Ellen. Der Spott.

Weilburg. Ich sollte Sie verspottet haben, Miß Ellen?

Ellen. Sie haben die Tochter in ihren Eltern verspottet.

Weilburg. Aber darf der Reumüthige denn nichtauf Verzeihung hoffen?

Ellen. Auf Verzeihung — ja. — Ich bin eine Christin.

Weilburg. Wenn er aber mehr verlangt — wenner um Liebe bittet?

Ellen. Die Liebe hat noch einen zweiten großen Feind.

Weilburg. Und dieser Zweite?

Ellen. Die Lächerlichkeit. Wen halten Sie wohlfür lächerlicher — den, der den Umgang eines Prinzensucht — oder den, der sich für einen Prinzen ausgiebt —ohne es zu sein. — Wir sind fertig, mein Herr — führenSie mich zu meiner Mutter.

2 *